Fragen zur Beikost
Rund ums Thema Beikost gibt es oft 1000 Fragen.
Werbung, die Meinung Anderer und die verwirrende Vielzahl an Produkten, führen oft dazu, dass Eltern sich hilflos fühlen und an der Aufgabe ihr Baby gesund und richtig zu ernähren, manchmal verzweifeln.
Babytipps24.de orientiert sich bei allen Fragen rund ums Baby immer an meine Arbeit in meinen Kursen und der Mütterberatung.
Daraus abzuleiten, es müsse nach dem vierten Monat zugefüttert werden, ist jedoch geradezu grotesk. Mit keiner anderen Nahrung bekommt man eine solche Energiedichte wie mit der Muttermilch/Anfangsmilch. Wann ist der richtige Zeitpunkt für Beikost? Was ist Beikost? Wie lernt mein Baby vom Löffel zu Essen? Muss mein Baby Brei essen? Ab wann sollte ich weniger stillen bzw. wann bekommt mein Baby weniger Fläschchen? Fertigprodukte oder selber herstellen? Pastinaken oder Möhren? Was darf mein Baby essen? Sind Obstgläschen besonders gesund? Welche Fleischsorten sind besonders gut geeignet? Sollte mein Baby immer nur Kartoffeln im Brei erhalten? Wie viel sollte mein Baby essen? Wie lange dauert eine Mahlzeit? Darf ich Salz beim kochen verwenden? Wieso soll mein Baby soviel Öl bekommen? Braucht mein Kind Fleisch? Mein Baby ist zu leicht, was kann ich tun? Ab wann darf mein Kind Milch trinken und Joghurt essen? Darf mein Kind Süßigkeiten und Kekse essen? Warum darf mein Kind keinen Honig bekommen?
Die WHO empfiehlt, sechs Monate ausschließlich zu stillen – und sie rät, die erste Beikost unter dem Schutz der Muttermilch einzuführen, weil damit Allergien vorgebeugt wird. Es gibt jedoch den Einwand, dass in Deutschland nur noch zehn bis zwanzig Prozent der Mütter so stillen, wie die WHO empfiehlt. Um dieser Realität gerecht zu werden, hat man gesagt, Beikost nach dem vierten Monat wäre okay – damit diese Beikost weiterhin unter dem Schutz der Muttermilch eingeführt wird.
Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl und beurteilen Sie selber, wann ihr Baby bereit ist um etwas zu essen, niemand kennt Ihr Baby besser als Sie. Von Beikost vor der 20. Woche rate ich ab und als spätesten Termin für die ersten Versuche gelten etwa 27 Wochen.
Mit Beikost oder fester Nahrung ist jedes Lebensmittel gemeint, welches das Baby im ersten Jahr neben der Muttermilch/Anfangsmilch bekommt. Wie der Name schon sagt, soll Beikost die Muttermilch ergänzen und so ganz langsam flüssige Nahrung gegen feste Nahrung zu ersetzen.
Übung macht den Meister. Brei vom Löffel zu lutschen, ihn mit der Zunge nach hinten zu schieben und hinunterschlucken ist ein komplizierter Vorgang, geben Sie Ihrem Baby genug Zeit „Essen“ zu lernen. Die Beikost sollte spielerisch, ohne Zwang und zunächst immer nach dem Stillen/Flasche angeboten werden. Die Tageszeit spielt dabei keine Rolle. Es sollte eine Zeit gewählt werden, in der das Baby gut gelaunt und ausgeschlafen und die Mutter frei von jedem Zeitdruck ist. Eher ungeeignet sind die Abendstunden, das Baby muss sich erst langsam an die Beikost gewöhnen und das Verdauungssystem sollte Zeit haben zu arbeiten da sonst der Schlaf gestört werden könnte.
Nein, wichtig ist nur, dass Muttermilch / Anfangsmilch mit Gemüse, Obst, Getreide und Fett ergänzt wird. Dies kann in Breiform erfolgen oder auch als Fingerfood siehe Baby-led Weaning.
Die WHO, empfiehlt zusätzlich zur Muttermilch/Anfangsmilch mehrmals am Tag etwas altersentsprechende Beikost zu füttern. Die Mengen werden dabei langsam gesteigert und das Baby entscheidet selber, ab wann es auf Muttermilch/Anfangsmilch verzichten möchte.
Ein Gläschen ist eine Konserve und sollte nur gelegentlich als “Notlösung” genutzt werden. Auch Fertigbreie sind wenig empfehlenswert. Frisches Essen ist um ein vielfaches bekömmlicher und schmeckt viel besser. Mehr dazu hier.
Sollte Ihr Baby eine empfindliche Haut haben, so verzichten Sie lieber auf Möhren, da diese manchmal Hautausschläge verursachen bzw. verschlimmern können. Besser geeignet sind Pastinaken und Kürbisgewächse wie z.B. Zucchini. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile auch an bei fertigen Gläschen genug Auswahl an Pastinake und Kürbisgewächsen.
Weniger ist mehr, führen Sie pro Woche nur ein bis drei neue Lebensmittel ein. Verwenden Sie Produkte mit möglichst wenig Zutaten. Welche Lebensmittel Ihr Baby wann verträgt erfahren Sie hier - weiter lesen
Leider nein, Obstmus ist eine Leckerei und sollte nur, wenn überhaupt, als Nachtisch in kleinen Mengen gegeben werden. Besonders Birnenmus kann die Eisenaufnahme aus der Muttermilch / Anfangsmilch erschweren, so dass ich dringend dazu Rate, Birnenmus erst dann zu füttern, wenn das Baby bereits einen eisenreichen Gemüse-Kartoffelbrei erhält.
Die meisten Babys vertragen Pute, Rind und Lamm (jeweils als Filet) am besten. Schweinefleisch würde ich im 1.Jahr nicht geben.
Kartoffeln sind ein wichtiger Baustein in Babys Ernährung und liefern viele Spurenelemente. Ihr Baby kann jedoch auch ab und zu Reis erhalten. Nudeln sind weniger gut geeignet und sollten erst ab 10 Monate Babys Speiseplan erweitern.
Eine Portion entspricht in etwa 100 g – 300 g Brei. Seien Sie nicht enttäuscht wenn Ihr Baby nur wenig essen möchte oder es Ihm noch nicht schmeckt. Der Appetit von Babys ist sehr unterschiedlich. Bedenken Sie auch, dass Babys nicht jeden Tag gleich viel Hunger haben, die Mengen können je nach Tagesform variieren.Ihr Kind kann zum Essen etwas Wasser trinken und bei Bedarf anschließend noch Muttermilch/ Anfangsnahrung erhalten.
Viel Zeit bei der Mahlzeit sind wichtig. Essen ist für Babys anstrengend, deshalb ist es wichtig genug Zeit ein zu planen. Eine Mahlzeit darf ruhig 15 – 20 Minuten dauern. Es ist schön, wenn das Baby langsam und ein seinem Tempo essen darf. Manchmal wenden Kinder nach wenigen Löffeln den Kopf ab und zeigen kein Interesse mehr. Dies Bedeute meist nicht “Ich bin satt” oder “es schmeckt mir nicht” sondern meist möchte das Baby damit sagen “Bitte eine kurze Pause”. Lassen Sie Ihr Baby dann einen Moment ausruhen und sprechen es erst wieder an, wenn es wieder zu Ihnen schaut. Dann ist ein guter Zeitpunkt um noch etwas Nahrung anzubieten.
Nein! Salz belastet Babys unreife Nieren, bitte geben Sie kein Salz in Babys Essen und verwenden Sie Gläschen die Salzfrei sind.
Bitte geben Sie immer die angegebenen Mengen Öl ins Essen. Ohne Öl kann Ihr Baby die Vitamine aus dem Gemüse nicht aufnehmen. Ferner benötigt Ihr Kind diese hochwertigen Fette zum Aufbau der Gehirnzellen. Die Fettzugabe muss auch bei Kindern mit hohem Gewicht erfolgen. Am besten geeignet ist Rapsöl.
Nein, ihr Kind alternativ zu Fleisch auch Hafer oder Mandelmus erhalten. Beides liefert genau so viel Eisen wie Flesich.
In diesem Fall empfehle ich Mandelmus um das Essen mit zusätzlichen Kalorien anzureichern. Mandelmus kann man unter Obst mischen oder unter Brei mischen, aber auch als Brotaufstrich verwenden. 1 Teelöffel Mandelmus enthält ca. 35 kcal und darüber hinaus Vitamin E und B2, Calcium, Magnesium und Eisen.
Ihr Kind sollte bis zum Ende des ersten Lebensjahres keine Kuhvollmilch trinken. Der hohe Gehalt an Protein und Mineralstoffen führt zu einer erhöhten renalen (Nieren) Belastung. Ein Milchbrei pro Tag ab etwa 8 Monaten mit Kuhmilch zubereitet ist unbedenklich. Im ersten Lebensjahr sollte Ihr Kind neben dem Getreide/Milch Brei, Muttermilch bzw. Anfangsnahrung keine weiteren Milchprodukte erhalten, da zu viel Milch/Milchprodukte die Nieren belasten. Mehr dazu hier.
Babys im ersten Lebensjahr sollten noch keine Süßigkeiten erhalten. Zum knabbern für Zwischendurch eigen sich ab etwa 8 Monate zuckerfreie Produkte, welche das sind lesen sie hier. Meiden Sie zum Schutz vor Allergien und dem Erhalt der Zahngesundheit Löffelbiskuits, Kekse/Kinderkekse, Joghurt/Quark/Pudding, Kinderprodukte, Fruchtsäfte, Limonaden, Milchfertigbreie mit Zucker(arten), Kuchen …etc.
Für Babys im ersten Jahr ist Honig eine häufige Infektionsquelle für Säuglingsbotulismus. Im Honig können Keime enthalten sein, die im Darm des Babys ein Gift bilden. Dieses Gift führt zu Symptomen wie Schlaffheit und Verstopfung bis hin zur Atemlähmung. Bei Verdacht auf Säuglingsbotulismus bitte unbedingt den Kinderarzt fragen.Noch Fragen übrig?
Diese beantworte ich gerne persönlich, natürlich kostenfrei. Bitte dem Link folgen – klick



