Fieber

Fieber ist keine Krankheit, sondern zeigt meist an, dass der Körper gegen Keime kämpft.

Bei Babys kann Fieber bzw. erhöhte Temperatur aber auch ein Zeichen von Überwärmung, Flüssigkeitsmangel, Übermüdung oder Aufregung sein.

Wie Fieber messen?
Eine zuverlässige Fiebermessung kann am besten im After erfolgen. Das ist bei Babys noch recht einfach. Etwas Creme an der Spitze des Thermometers macht es für Dein Kind weniger Unangenehm. Lege Dein Baby auf den Rücken und hebe mit einer Hand beide Beine an den Waden an. Führe dann mit der anderen Hand das Thermometer etwa einen Zentimeter in den After ein. Damit es einfacher geht solltest du das Thermometer festhalten und Deine Hand dabei abstützen, so kann sich Dein Baby bei heftigen Bewegungen nicht verletzten.

Was ist Fieber?
Von erhöhter Temperatur spricht man, wenn die Körpertemperatur über 38 °C liegt, und als Fieber werden Temperaturen über 39 °C bezeichnet. In der Regel ist Fieber die Folge einer Infektion mit Viren oder Bakterien. Der Körper setzt nach Kontakt mit den Erregern bestimmte Stoffe frei, die zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen. Durch den Anstieg der Temperatur werden Stoffwechselvorgänge beschleunigt, was die Abwehrreaktion des Körpers unterstützt. Fieber hilft also Erreger im Organismus zu bekämpfen.

Wann sollte ich zum Kinderarzt?
Bei einer Temperatur ab 38° solltest Du dein Baby erst mal eine Weile (etwa 30 Minuten) leicht bekleidet lassen und etwas zu trinken anbieten bzw. stillen. Dann noch mal die Temperatur messen. Ist die Temperatur auf etwa 37° gesunken, musst du nicht gleich zum Kinderarzt, vorausgesetzt  dein Baby macht auch sonst einen guten Eindruck und zeigt keine weiteren Symptome wie Schlaffheit oder übermäßiges weinen. Sollte die Temperatur nicht sinken, so sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden.

Liebevolle Pflege ist die beste Medizin!
Wenn dein Baby sich nicht so gut fühlt, hilft es Ihm, wenn du dich Sicher fühlst und Zuversicht ausstrahlst. Deshalb ist es wichtig, dass du aus den Dingen die ich gegen Fieber vorschlage, nur die Maßnahmen wähslt die für Dich richtig klingen. Deinem Baby hilft es, wenn du mit ihm spricht und erklärst was du tust. Gemeinsam kuscheln, Musik hören, etwas Vorlesen und die Füße massieren tun deinem Baby jetzt besonders gut. Achte auf  luftige, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle, damit die Wärme gut abgeleitet werden kann. Viel trinken ist jetzt auch wichtig, biete etwas Tee, Wasser oder Babynahrung an bzw, stille öfter. Frische Luft hilft, Lüfte das Zimmer regelmäßig. Spazieren gehen erlaubt! Wenn das Wetter es zulässt es also nicht nebelig ist oder unter -5°C sind, könnt Ihr raus an die Luft, dass tut nicht nur dem Baby gut, sondern bringt dir auch eine kleine Pause.

Aus Babys Hausapotheke

Wadenwickeln
Wadenwickel sind ab 6 Monate geeignet.

Befeuchte zwei Tücher mit kaltem Wasser aus der Leitung, wringe das Wasser nur mäßig aus und wickel die feuchten Tücher gut anliegend um jeweils eine Wade. Darüber wird jeweils noch ein trockenes Tuch gelegt. Nach etwa etwa 10 – 15 Minuten dann den Wickel erneuern oder eine Pause machen.

Körperwaschung
Mit einem feuchten Waschlappen den Körper des Babys zügig abreiben. Das Wasser sollte mindestens 25 Grad warm sein. Je kleiner das Kind ist, desto näher sollen Wasser- und Hauttemperatur beieinander liegen. Waschungen wirken ähnlich wie Wickel, aber insgesamt etwas sanfter.

Glycerin Zäpfchen
Bei Fieber sammeln sich viele Giftstoffe im Darm, durch eine gute Stuhlentleerung kann das Fieber um etwa 1 Grad gesenkt werden. Sollte Dein Baby nur wenig oder noch keinen Stuhl entleert haben, so ist es sinnvoll durch die Gabe eines Glycerin Zäpfchen nach zu helfen.

Homöopathie nach Dr. Schüssler bei Infekten
  • Im ersten Stadium der Beschwerden bzw. bei den den ersten Anzeichen wie leicht erhöhte Temperatur, glasige Augen, rote Wangen, Frösteln, Niesen und Husten kann man für 1-2 Tage Ferrum phosphoricum D 12 im Abstand von etwa 2 Stunden je 2 Globuli geben.
  • Im zweiten Stadium also wenn die Symptome stärker werden und dein Baby mehr hustet oder das Fieber steigt kannst du alle 2 Stunden 1 Globuli Kalium chloratum D 6 geben. Da der Übergang zwischen erstem und zweitem Stadium fließend verläuft, kannst du auch Ferrum phosphoricum und Kalium chloratum im Wechsel geben.
  • Im Dritten Stadium schließt Kalium sulfuricum D 6 die “Behandlung” ab. Dieses Stadium ist durch eine gewisse Besserung der Beschwerden gekennzeichnet, doch scheint dein Kind noch nicht gesund. Ich empfehle nun für weitere 3 -5 Tage 3-mal täglich 2 Globuli.

Globuli die auch bei Fieber helfen.

  • Aconitum D12
  • wenn dein Baby plötzlich hohes Fieber hat ( besonders in der Nacht). Der Kopf ist heiß und das Gesicht gerötet. Wahrscheinlich schwitzt dein baby nicht und hat viel Durst. Es ist ängslich und möchte nicht alleine sein.
  • Belladonna D12
    wenn dein Baby nachmittags oder am frühen Abend plötzlich Fieber hat. Dein Kind ist heiß hat feuchte Haut und rote Wangen. Wahrscheinlich schwitzt es und hat keinen Durst.
  • Pulsatilla  D12
    Dein Baby fühlt sich warm an, hat wenig Durst, aus Nase und Mund läuft klares Sekret und die Augen tränen. Bei frischer Luft besser, bei Wärme Verschlimmerung.
  • Byronia D12
    wenn dein Baby hohes Fieber hat. Wahrscheinlich ist es sehr durstig und hat trockene und rissige Lippen. Es möchte sich nicht Bewegen und will seine Ruhe haben.

Fiebersenkende Zäpfchen
Neben den medikamentösen Zäpfchen mit Paracetamol oder Ibuprofen haben sich die homöopathischen Zäpfchen Viburcol bei leichtem Fieber bewährt. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage und Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach der Dosierung.  Sei sparsam mit Fieberzäpfen, da diese dein Baby nur aufmuntern. Die Keime verschwinden dadurch nicht schneller und das Immunsystem kann nicht optimal arbeiten.

Die Angst vor einem Fieberkrampf

Fieberkrämpfe sind selten und auch wenn es für Eltern schwer nachzuvollziehen ist, dass ein Krampf der sich so schwerwiegend zeigt, harmlos und folgenlos sein soll, so ist es dennoch tatsächlich so, dass in der Regel keine Schäden bleiben.

Was Du tun solltest, wenn ein Fieberkrampf eintritt

  • Auf die Uhr schauen, damit die Länge des Anfalls bestimmt werden kann
  • Vor Verletzungen schützen
  • krampfende Gliedmaßen nicht festhalten
  • nichts in den Mund schieben, auch wenn sich Ihr Kind auf die Zunge beißen könnte
  • vor dem Herunterfallen schützen und weich lagern (im Gitterbett, notfalls auf dem Teppich)
  • Kopf mit Kissen oder zusammengerollter Decke abpolstern
  • einengende Kleidung lockern
  • Lege Dein Kind seitlich (wenn möglich, stabile Seitenlage), damit Speichel und evtl. auch Erbrochenes abfließen können!
  • Fieberzäpfchen geben
  • Verständige in jedem Fall den Kinderarzt oder die nächste Kinderklinik
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