Wie Baby `s schlafen lernen

 

Schläft es denn schon durch? Diese Frage wird Eltern oft gestellt und auch in der Krabbelgruppe ist dies ein heiß diskutiertes Thema. Müssen Babys wirklich durch schlafen und ab wann kann ein Baby überhaupt Tag und Nacht unterscheiden?

Wieviel Schlaf ist normal?

Das kann man pauschal gar nicht sagen, jedes Kind hat genau wie Erwachsene ein anderes Schlafbedürfnis und schläft unterschiedlich viel. Als Anhaltspunkt, was in etwa dem Durchschnitt entspricht, gebe ich hier einen kurzen Überblick.

Im ersten Monat dauerte der Schlaf ohne Unterbrechung oft nicht länger als zwei Stunden; von 24 Stunden wurden trotzdem wenigstens 16, meistens viel mehr verschlafen.

Im zweiten Monat kommt oft ein dreistündiger, selten ein fünf- bis sechsstündiger Schlaf vor.

Im dritten Monat schläft das Kind oft vier, manchmal fünf Stunden hintereinander, ohne wach zu werden.

Im vierten Monat dauert der Schlaf oft fünf bis sechs Stunden, die Nahrungspause drei und vier Stunden (gegen zwei Stunden früher).

Im sechsten Monat sind sechs- bis achtstündiger Schlaf nicht selten.

Im achten bis zehnten Monat gibt es oft wieder mehr unruhige Nächte und die Schlafphasen können sich wieder verkürzen.

Ab etwa 1 Jahr schlafen viele Kinder in der Regel 14 Stunden täglich in mehreren Abtheilungen.

Mit etwa 18 Monaten beginnt erst das Durchschlafen: zehn Stunden ohne Unterbrechung.

Quelle: Preyer, W.: Die Seele des Kindes


Babys brauchen Unterstützung um in den Schlaf zu gleiten

Schlafen hat etwas mit Anspannung und Entspannung zu tun. Für Babys ist es oft schwer in den Schlaf zu gleiten, da sie sich noch nicht bewusst entspannen können. Es gibt einige Dinge die Sie tun können, um es ihrem Baby etwas leichter zu machen in den Schlaf zu gleiten.

  • Ein geregelter Tagesablauf
    Sicherheit ist ein Urbedürfniss des Babys. Ein geregelter Tagesablauf vermittelt dem Baby Sicherheit und hilft beim Einschlafen.
  • Sicherheit vermitteln
    Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Baby müde ist sollten Sie für eine Ruhepause sorgen. Vermitteln Sie Sicherheit, indem Sie mit Ihrem Baby sprechen und Ihm sagen, das nun Schlafenszeit ist. Bleiben Sie bei Ihrem Kind und bieten sie nach dem abgestuften Trösten Hilfe an. 

    1. aufmerksam anschauen und Blickkontakt herstellen (etwa 25 cm Abstand vom Gesicht)
    2. mit Geduld und Ruhe ansprechen
    3. anfassen eine Hand auf die Brust legen
    4. Hände und Füße des Babys zusammen legen
    5. es hochnehmen und wiegen
    6. die Brust oder Flasche oder den Schnuller anbieten

    In den ersten Wochen kann es besser sein mit der Stufe 3 zu beginnen und erst wenn du merkst, dass dein Baby sich auch schon alleine regulieren kann beginnst du mit  Stufe 1. Du kannst selber entscheiden wie lange du bis zur nächsten Stufe warten möchtest, je besser du dein Baby kennst und beobachtest und einfacher wird es für dich, abzuschätzen was Dein Kind braucht. Es wird aber empfohlen auf keinen Fall empfohlen, langer als zwei Minuten bis zur nächsten Stufe zu warten.„Liebe Dein Baby bedingungslos und schenke Ihm so viel Nähe und Körperkontakt wie es braucht“. Babys kann man nicht verwöhnen!!!

  • Übermüdung verhindern
    Manchmal werden müde Kinder wachgehalten und bespielt, weil Eltern der Meinung sind es sei noch zu früh und Ihr Kind würde dann morgens noch früher wach. Das stimmt so nicht, oft ist das Gegenteil der Fall. Legt man das Kind etwas früher hin, so schläft es morgens länger.
  • Reizüberflutung verhindern
    Babys sind den ganzen Tag damit beschäftigt das was sie hören und sehen zu verarbeiten. Das ist sehr anstrengend und führt manchmal abends zu regelrechten Schreistunden, weil das Kind mit den vielen Eindrücken nicht mehr zurecht kommt. Versuchen Sie Radio und Fernseh aus zu lassen, solange Ihr Kind wach ist. Babys die bereits müde sind und beginnen zu weinen, sollten nicht mehr mit Spielzeug abgelenkt werden. Zwar beruhigt sich das Kind kurz, der Reiz des Spiels kann jedoch zu einer Reizüberflutung führen und das Baby findet dann später nicht in den Schlaf.
  • Viel Essen hilft nicht
    Nicht jedes Baby das Nachts erwacht ist automatisch hungrig. Und nicht jedes Baby das abends “abgefüttert” wurde schläft besser. Die Werbung unterstützt die These, dass nur satte Kinder schlafen. Werbung ist Psychologie pur und jeder Werbefachmann weiß, dass Eltern sich nichts mehr wünschen als endlich wieder durch zu schlafen. Wenn Sie die Werbung beobachten, werden Sie schnell merken dass jedes angepriesene Produkt Ihnen genau dies verspricht. Besonders Mütter gestillter Kinder sind häufig unsicher ob Ihr Baby auch wirklich satt ist. Ich kann das gut verstehen, aber auch gestillte Kinder können durch schlafen.
  • Führen Sie unbedingt ein Abendritual ein
    Es klingt einfach, ist aber in vielen Familien nicht die Regel: ein abendliches Ritual, das den Kindern zeigt, dass es Zeit zum Einschlafen ist. Für die Beziehung zwischen Eltern und Kind ist ein solches Ritual jedoch nur positiv und bisweilen gelingt es auf diese Weise sogar, schon wenige Wochen alten Kindern beizubringen, schnell alleine einzuschlafen. Der besonders intensive freundliche Kontakt in den letzten Minuten vor dem Schlafen gehen bestärkt das Kind in dem Gefühl, bei den Eltern Geborgenheit, Sicherheit und Zuwendung zu finden. Um sich sicher und geborgen zu fühlen, braucht es aber auch die Erfahrung, dass die Eltern ihm Grenzen setzen und sich nicht zum Spielball seiner kindlichen Launen und Forderungen machen lassen. Kinder brauchen nicht in jeder Minute die körperliche Nähe der Eltern als Beweis ihrer Zuwendung. Die Regel “Erst zusammen spielen, aber dann allein einschlafen” kann schon ein Baby mit sieben oder acht Monaten verstehen. Wichtig ist, dass die Eltern ein solches Abendritual auch regelmäßig eindeutig beenden, z.B. nach der Geschichte das Buch zuklappen, das Kind zudecken, das Licht ausmachen und nach dem Gutenachtkuss das Zimmer sofort verlassen. 

    Je nach Alter des Kindes sieht ein Abendritual in etwa so aus

    1. Gegen 18.00-19.00 Uhr wird das Baby gestillt oder gefüttert
    2. danach gehen Sie ins Bad zum wickeln und umziehen.
    3. Dann ist schmusen, singen, spielen, eine Geschichte erzählen, vorlesen oder ein Bilderbuch angucken an der Reihe.
    4. Geeignet sind alle ruhigen Tätigkeiten, die dem Kind Spaß machen.
    5. Geben Sie dann einen gute Nacht Kuss und verlassen das Zimmer.


    Was wenn das Baby nach dem Ritual weint

    Trösten sie Ihr Baby etwas und sprechen Sie mit Ihrem Kind, keine Sorge auch wenn Ihr Baby noch klein ist und die Worte nicht versteht, die Botschaft dahinter wird es verstehen. Bleiben Sie eine Weile bei Ihrem Baby und versuchen Sie dann das Zimmer zu verlassen. Lassen Sie jedoch Ihr Baby nicht länger als wenige Minuten alleine weinen. Bleiben Sie besser am Bettchen stehen oder sitzen.

  • Co -Sleeping als Lösung?
    Ja, oft ist Co-Sleeping ideal für die Familie. Besonders in den ersten Monaten kann es hilfreich sein gemeinsam zu schlafen und so Kraft zu schöpfen. Mehr dazu hier.
  • Gibt es eine Patentlösung
    NEIN! Es gibt keine Patentlösungen für Kinder. Es gibt jedoch für alle Eltern und deren Kindern eine individuelle Lösung, scheuen Sie sich nicht sich an mich zu wenden. Gerne stehe ich Ihnen mit einigen  Tipps zur Seite. Bisher habe ich alle Fragen in meiner Freizeit beantwortet. Glücklicherweise habe ich nun die Möglichkeit als Expertin bei Lifeline – Medizin im Internet zu arbeiten. Dort könnt Ihr mir weiterhin KOSTENFREI und ohne Anmeldung Eure Fragen stellen.

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