Anziehen im Winter

7 Tipps, wie Sie Ihren Nachwuchs warm und gesund durch den Winter bringen

Die Tage werden länger und die ersten Schneeglocken schieben bereits vorsichtig die weißen Köpfchen aus der Erde: Der Frühling naht! Viele Erwachsene vergessen in ihrer Euphorie über die ersten warmen Tage jedoch häufig, dass Babys und Kleinkinder ein anderes Wärmeempfinden haben als sie selbst und bereits auf geringe Temperaturschwankungen sehr sensibel reagieren können. Mit diesen sieben Tipps halten Sie Ihr Baby auch während des Winters warm – und vor allem gesund.

Tipp 1

Anziehen ist Stress – nehmen Sie sich genug Zeit um Ihr Baby in Ruhe anziehen zu können.
Auch wenn die ganz dunkle Jahreszeit vorüber ist, steht bis zum Frühling mit Sicherheit noch der eine oder andere Kälteeinbruch ins Haus. Das bedeutet für Sie, dass Sie Ihren Nachwuchs gegen alle Eventualitäten schützen und lieber ein Kleidungsstück zu viel als eines zu wenig anziehen sollten. 
Um Stress beim Baby zu verhindern ist eine gute Vorbereitung von Vorteil uns so so ist es praktisch wenn alles Griffbereit ist. Wenn Sie Ihren Nachwuchs ankleiden, tun Sie dies langsam, ruhig und nach Möglichkeit entspannt, damit sich Ihre Nervosität nicht auf Ihr Kind überträgt. Ich weiß, dass das einfacher gesagt als getan ist, aber manchmal reicht es schon aus sich einfach daran zu erinnern, dass es meist nicht schneller geht, wenn man sich beeilt. Je jünger ein Baby ist um so weniger sollte es hin und her gedreht werden ; hierfür kann ein Stillkissen von Vorteil sein, das dem kleinen Erdenbürger zusätzlichen Halt gibt.

Tipp 2

Strampler und Bodys als ideale Kleidungsstücke
Versuchen Sie, Ihr Baby mit so vielen Kleidungsstücken wie nötig, aber mit so wenigen wie möglich zu „belasten“: Wählen Sie also anstelle von Zweiteilern eher Bodys und Strampler, die im Idealfall unten und an den Seiten zu knöpfen sind, damit Sie sie Ihrem Nachwuchs nicht über den Kopf ziehen müssen. Befindet sich Ihr Baby in der warmen Wohnung, genügt ein leichtes Baumwollshirt und Baumwollsocken als Ergänzung zum Body. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Kind im Winter auch in der Wohnung nicht direkt auf dem Boden sitzt, sondern immer eine Spielmatte oder eine Wolldecke unter sich hat.

Tipp 3

Spazieren gehen im Winter – das „Zwiebelprinzip“
Für den Spaziergang zur kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, den Nachwuchs gut „zu verpacken“, da Ihr Kind sich währenddessen kaum bewegt und somit keine eigene Körperwärme produzieren kann. Hierfür eignen sich vor allem Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Flanell, da diese die Wärme gut speichern. Für die Schicht über dem Body empfiehlt sich ein Strampler oder ein Langarmshirt mit Hose und warmen Söckchen. Zusätzlich können Sie Ihrem Baby noch einen Pullover und ein gut gefüttertes Jäckchen anziehen. Für besonders kalte oder windige Tage empfiehlt sich ein Fußsack oder gar ein Schneeanzug.

Besonders wichtig ist es, dass Sie auch den Kopf Ihres Kindes warm halten, da über den Kopf die meiste Wärme verloren geht und es so schneller zu Erkältungen kommen kann. Natürlich können Sie ein entsprechendes Mützchen kaufen – doch gerade Babymützen sind eine gute Gelegenheit, auch selbst einmal kreativ zu werden und zu den Häkelnadeln zu greifen. Es gibt zahllose Möglichkeiten, niedliche Babymützen selbst zu kreieren: Bei CrazyPatterns finden Sie z.B. hübsche Modelle, die Sie ganz einfach nachmachen können. Dazu bietet CrazyPatterns eine Vielzahl an Anleitungen für Häkelmützen, Häkelschuhen und Co. zum Herunterladen.

Zwiebelprinzip

Tipp 4

Achten Sie auf Hände und Füße Ihres Kindes
Sowohl in der Wohnung als auch beim Spazierengehen ist es sehr wichtig, dass die Hände und die Füße Ihres Nachwuchses gut geschützt sind. Besonders bei Neugeborenen funktioniert die Durchblutung der Extremitäten noch nicht richtig, weshalb die Gefahr der Unterkühlung in diesen Bereichen größer ist. Auch in der Nacht sollten Sie darauf achten, dass die kleinen Füße nicht auskühlen – hierfür empfehlen sich Schlafanzüge mit Füßen und ein Schlafsack. Die Hände Ihres Kindes schützen Sie während der Spazierfahrt am besten mit Fäustlingen.

Tipp 5

Kontrollieren Sie regelmäßig, wie „warm“ Ihr Baby ist
Da die Extremitäten bei Säuglingen und den meisten Kleinkindern noch recht schlecht durchblutet sind, kann es irreführend sein, durch Betasten der Beine oder Hände Rückschlüsse auf die gesamte Körpertemperatur schließen zu wollen. Sinnvoller ist die sogenannte „Nackenprobe„: Wenn Ihr Baby im Nacken schwitzt, können Sie davon ausgehen, dass Sie ihm eine oder zwei Schichten zu viel angezogen haben. Ist die Haut jedoch warm und trocken, ist die Körperwärme konstant und Ihr Kind fühlt sich auch bei Minusgraden wohl. Kontrollieren Sie auch während des Spaziergangs immer wieder den Nacken Ihres Kindes und achten Sie außerdem auf seine Gesichtshaut: Sobald sich diese aufhellt, sollten Sie ins Warme zurückkehren, da dies bereits ein Zeichen für eine beginnende Unterkühlung sein kann.

Tipp 6

Die richtige Ausstattung für den Kinderwagen
KinderwagenAlle Vorsicht und Sorgfalt beim Anziehen Ihres Nachwuchses helfen nichts, wenn Ihr Baby im Kinderwagen frieren muss. Daher ist es wichtig, dass der Wagen von unten gut geschützt ist. Achten Sie also auf eine entsprechend dicke Matratze und legen Sie im Zweifelsfall ein kleines Lammfell mit den Kinderwagen. Tragetaschen können Sie durch ein Stück Isomatte gegen die Kälte abschirmen. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Kinderwagen oder die Tragetasche wenigstens Raumtemperatur hat, wenn Sie Ihr Kind hineinlegen.

Tipp 7

Die beste Wärme ist Körperwärme
Natürlich ist es nicht möglich, das Baby den ganzen Tag im Arm zu halten. Es ist allerdings eine Tatsache, dass Neugeborene und Kleinkinder die körperliche Nähe nicht nur benötigen, um eine Bindung zu den Eltern aufzubauen, sondern dass ihnen auch die Körperwärme ausgesprochen gut tut. Wenn Sie also keinen mehrstündigen Spaziergang planen, sollten Sie ruhig öfter zum Tragetuch greifen und Ihr Baby unter der geschlossenen Jacke vor der Brust tragen. Die Wärme, die Sie dabei abstrahlen, ist vollkommen ausreichend, um Ihr Baby auch ohne Schneeanzug und Fäustlinge warm zu halten und ihm zusätzlich das Gefühl von Geborgenheit zu schenken.

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Letzte Aktualisierung am 17.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API