Asthma bronchiale

541-asthmababy-babytipps24[3] KopieIn Deutschland leiden aktuell etwa 10 Prozent der Kinder an Erkrankungen der Atemwege wie Asthma bronchiale. Die Asthma-Fallzahlen unter Kindern sind laut KIGGS-Studie in den letzten Jahren proportional leichtgradig gestiegen. Dabei sind insbesondere Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren (4.5 %) von der Krankheit betroffen. [1]
Bei der Hälfte der erkrankten Kinder verschwindet das Asthma, wenn sie älter werden, sodass die Erwachsenenquote unter 5 % liegt.

 

 

Asthmaformen

Allergisches Asthma:

Bei der Entwicklung von allergischem Asthma spielt vor allem die sogenannte atopische Diathese eine entscheidende Rolle. Damit ist die genetisch bedingte Bereitschaft des Körpers gemeint gegen Umwelteinflüsse wie Pollen, Milben oder Pilze bestimmte Antikörper zu entwickeln. Besonders im Kindes-und Jugendalter sind diese Antikörper von hoher pathogenetischer Relevanz.
Unter anderem sind folgende Allergene prinzipiell geeignet eine Allergie beziehungsweise ein extrinsisches Asthma zu erzeugen:
[3]

  • Haare und Federn von Haustieren

  • Pollen

  • Milben
  • Pilzsporen


Nicht-allergisches Asthma:

Hingegen ist das nicht-allergische Asthma meist auf Infektionen der Atemwege zurückzuführen. Auch Mischformen sind möglich. So kann gelegentlich diese Form das intrinsische Asthma auch in Verbindung mit eine extrinsischen Asthmaform in Verbindung vorkommen. Insbesondere bei Säuglingen als auch Kleinkindern kann häufig initial eine infektbasierte Ventilationsstörung festgestellt
werden, die sich dann im weiteren Verlauf als allergische Genese entpuppte. [3]

Definition
Unter Asthma wird eine chronisch entzündliche Atemwegserkrankung verstanden, die auf eine Überempfindlichkeit der Atemwege, sogenannte bronchiale Hyperreagibilität, bzw. einer variablen Atemwegsobstruktion, einer Verengung der Atemwege, basiert.

Dabei tritt die Atemwegserkrankung am häufigsten in Familien auf. 50 % der Fälle basieren auf genetischen Ursachen, was als extrinsisches Asthma bezeichnet wird. Leidet also bereits ein Familienmitglied an der Störung, sind 40 bis 60 % der Kinder ebenfalls für eine Erkrankung veranlagt.
Leiden beide Elternteile an der Erkrankung liegt die Wahrscheinlichkeit, dass diese auf die Kinder übertragen wird sogar bei 60 bis 80 %. [2]

Symptomatik
Die Asthma Symptome bei Kindern unterscheiden sich nur unwesentlich von denen der Erwachsenen:

  • Obstruktive Bronchitis: Das Kleinkind leidet oft an Erkältungen, die länger andauern und nur schwer abklingen

  • Dyspnoe: Es besteht Atemnot ( sogenannte Dyspnoe)

  • Kind hustet lange und anhaltend ohne Hinweis auf eine Erkältung
  • Kaum wahrnehmbare oder pfeifende Atemgeräusche (Wheezing)
  • Klinischer Allgemeinzustand ist geschwächt

  • Hustenanfälle


Typische Risikofaktoren
Im Umfeld der Kinder und aufgrund deren noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystem können noch weitere Risikofaktoren klassifiziert werden, Hierzu zählen: [4]

  • Bakterien- und Vireninfektionen
  • Stäube / Feinstaub
  • Passivrauch
  • Rückfluss von Magensäure
  • Zu starke Hygiene
  • Geringes Geburtsgewicht
  • Frühgeburt

Vorbeugen

  • Die ersten 5 Lebensmonate ausschließlich Stillen bzw. eine HA Nahrung füttern
  • Beikost nicht vor dem 6. Lebensmonat 
  • Viele Kontakte zu anderen Kindern schult das Immunsystem
  • Viel frische Luft, bei jeder Temperatur
  • Möglichst auf Desinfektionsmittel verzichten
  • Verzichten Sie auf Raumdüfte
  • wenig Haushaltschemie verwenden
  • Kein Weichspüler 
  • Kleidung unbedingt vor dem ersten Tragen waschen
  • Schadstoffarme Kleidung nach ÖKO Tex 100 bevorzugen
  • So wenig wie möglich Körperpflegemittel verwenden
  • Auf Inhaltsangaben bei Kosmetika achten (Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Duftstoffe,… vermeiden)
  • Plüschtiere und Co sollten nicht das Kinderzimmer überfüllen, nur waschbare Kuscheltiere kaufen
  • Zigarettenrauch vermeiden

Diagnose Ansätze
Aus medizinischer Sicht bestehen mehrere Möglichkeiten zur Asthma-Basisdiagnostik. Zunächst
müssen bei einem Patientengespräch bzw. bei einer Unterredung mit den Eltern unter
anderem Fragen über Lebensumfeld (Umgebungsanamnese), Vorerkrankungen, Familienanamnese sowie Art und Häufigkeit der Erkrankung geklärt werden. Anschließend folgt eine Analyse der
Atemdynamikmittels Spirometrie und Ganzkörperplethysmographie (diese allerdings erst für Kinder ab
6 Jahre) sowie die Bestimmung des Gasgehaltes des Blutes.


Ebenso wird eine Lungenfunktionsprüfung beziehungsweise eine sogenannte Peak-Flow-Messung durchgeführt. So kann eruiert werden, ob oder wie ausgeprägt eine Verengung der Bronchien gegeben
ist. Ob eine Allergie für die Entstehung von Asthma ursächlich ist wird durch einen Hauttest
(Prick-Test) ermittelt.


Während bei Schulkindern und Heranwachsenden die Diagnostik im Wesentlichen jener der Erwachsenen gleicht, sieht es bei Säuglingen und Kleinkindern anders aus. Hier besteht vor allem die Diskrepanz
der mangelnden Untersuchungsmöglichkeiten. Zudem fehlen häufig für die Diagnose notwendige
klinische Daten. Oft ist eine Diagnose nur hospital möglich. [4][5]

Therapie
Die therapeutische Behandlung von Asthma Bronchiale erfolgt über eine Stufentherapie. Dabei stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. So besteht die Möglichkeit gezielt bronchienerweiternde Sprays einzusetzen, mit denen die Atemmuskulatur entspannt und somit das Atmen erleichtert wird. Bei Kleinkindern erfolgt die Medikamentenvergabe über eine feuchte Inhalation.

Sprays, die Kortison enthalten, haben eine entzündungshemmde Wirkung, werden jedoch von vielen Eltern wegen der befürchteten, klinisch aber nicht nachgewiesenen, Nebenwirkungen meist abgelehnt. Ebenso verhält es sich bei Leukotrienantagonisten, die in Tablettenform verabreicht werden. Gegen allergische Reaktionen wird in der Regel Cromoglycinsäure-Sprays verschrieben, die auch prophylaktisch verwendet werden können. [5]

 

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Quellenangaben

[1] „Kinder: Mehr Asthma bronchiale und Heuschnupfen“,http://www.springermedizin.de/kinder-mehr-asthma-bronchiale-und-heuschnupfen/5180376.html,  25.06.2014

[2] „So entsteht Asthma“,http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/allergie/asthma/ursachen_aid_12081.html, 10.02.2007

[3] Leitlinien, https://www.pneumologie.de, 28.04.2016

[4] Ursachen & Risikofaktoren von Asthma bei Kindern, https://www.121doc.de/asthma/asthma-bei-kindern#ursachen_&_risikofaktoren_von_asthma_bei_kindern, 10.12.2015

[5] Asthma bronchiale bei Baby & Kind,http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Asthma/Wissen/Asthma-bronchiale-bei-Baby+Kind-211.html, 21.11.12