Bauchstraffung nach der Schwangerschaft: Das solltest du wissen

Nach der Schwangerschaft zur Bikinifigur

Eine Schwangerschaft ist ein ganz besonderes Erlebnis für die werdenden Eltern. Ein neues Leben entsteht und bereichert von nun an das Familienglück. Doch der weibliche Körper muss in dieser Zeit einiges leisten und sich an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Der immer größer werdende Babybauch stellt dabei eine deutliche Belastung für die Haut und das Bindegewebe dar. Folgen sind eine schlaffe Haut und weiches Gewebe nach der Schwangerschaft. Sogenannte Schwangerschaftsstreifen sind ganz normal und sicher kein Grund sie zu verstecken oder gar das Schwimmbad zu meiden. 

Wie heißt es doch so schön, eine Bikinifigur ist super und ganz einfach zu bekommen. Bikini in der richtigen Größe kaufen, anziehen und schwupp hat man eine Bikinifigur :)

Leider ist es für einige dennoch nicht so leicht. Manchmal kommt es zu Schmerzen und wenn Hautlappen sich nicht zurückbilden, ist dies für einige Frauen ein seelisches Trauma. Sie ziehen sich zurück bis hin zu Depressionen und manchmal sogar bis zu Ablehnung des Kindes.  

Was ist eine Bauchstraffung und wie funktioniert sie?

Eine Bauchstraffung ist ein operativer Eingriff, der dazu dient, überschüssiges Gewebe am Bauch zu entfernen und die Bauchdecke wieder zu straffen. Sie wird dann eingesetzt, wenn sich das Gewebe nicht mehr selbstständig zurückbildet und eine Fettabsaugung nicht ausreicht.

In der plastischen Chirurgie unterscheidet man grob zwischen zwei unterschiedlichen Methoden:

  • Kleine Bauchdeckenplastik (Mini-Abdominoplastik)
  • Große Bauchdeckenplastik (Abdominoplastik)

Die kleine Bauchdeckenplastik ist ein vergleichsweise kleiner Eingriff, reicht jedoch nicht in jedem Fall aus. Hier wird nur der untere Teil des Bauches, nämlich bis zur Nabelgrenze, gestrafft. Für die Mini-Abdominoplastik ist keine Vollnarkose notwendig. Die OP dauert etwa 1-2 Stunden und es bleibt lediglich eine kleine Narbe im Slipbereich zurück.

Die große Bauchdeckenplastik hingegen ist eine größere OP, bei der eine Vollnarkose notwendig ist. Bei diesem Eingriff wird innerhalb von ca. 3 Stunden der komplette Bauch gestrafft. Auch Narben von vorhergehenden Operationen und Schwangerschaftssteifen können bei der großen Bauchdeckenplastik mitentfernt werden.

Welche Herangehensweise geeignet ist, wird vom Ärzteteam vor Ort entschieden.

Gründe für eine Bauchstraffung nach der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft nimmst du als Frau einiges an Körpergewicht zu – schließlich versorgst du jetzt noch zusätzlich ein kleines Baby. Dein Bauch wird immer größer und die Haut dehnt sich immer mehr. Nach der Geburt bildet sich dein runder Babybauch zwar wieder zurück, aber Haut und Gewebe können dabei oft nicht mithalten. Das Resultat: Erschlafftes Gewebe, auch Hautlappen oder Fettschürze genannt.

Viele Frauen fühlen sich dadurch unwohl und wünschen sich ihren Körper, wie er vor der Schwangerschaft war, zurück. Doch die Motivation für eine operative Bauchstraffung hängt nicht immer zwingend mit den vorherrschenden Schönheitsidealen zusammen. In einigen Fällen ist ein operativer Eingriff aus medizinischer Sicht notwendig.

Das überschüssige Gewebe liegt auf der Haut auf und erzeugt bei Bewegung Reibung. Dies kann dann unter Umständen zu Hautirritationen und Infektionen führen. In extremen Fällen schränkt die Fettschürze sogar die eigene Bewegungsfreiheit ein und spätestens dann sollte man handeln und einen Arzt aufsuchen.

Was musst du vor der OP beachten?

Ein operativer Eingriff wie dieser sollte immer gut überlegt sein. Lass dich nicht von der Meinung anderer dazu drängen, sondern plane einen solchen Eingriff nur dann, wenn du das auch selbst möchtest.

Oft tritt die Frage auf, ob eine weitere Schwangerschaft nach einer Bauchdeckenstraffung ein Problem ist. Die Antwortet lautet Nein. Die Haut dehnt sich wieder problemlos und die OP-Narbe ist ebenfalls keiner Gefahr ausgesetzt. Sei dir allerdings darüber bewusst, dass dadurch möglicherweise eine weitere Bauchstraffung nach der Schwangerschaft notwendig wird. Ärzte empfehlen daher, die Familienplanung abzuschließen, bevor eine Bauchstraffung durchgeführt wird.

Du hast dich für eine Bauchstraffung entschieden und der OP-Termin steht vor der Tür? Dann gilt es folgende Dinge zu beachten:

  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme, bekannte Krankheiten und Allergien dem Arzt mitteilen
  • Nötige präoperative Untersuchungen durchführen lassen
  • Gespräch mit dem Narkosearzt vereinbaren
  • 14 Tage vor der OP alle blutverdünnenden Medikamente absetzen
  • Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum reduzieren

Was musst du nach der OP beachten?

Diverse Nebenwirkungen sind nach der Operation völlig normal. So kann es zum Beispiel zu leichten Gefühlsstörungen kommen. Schwellungen und Blutergüsse sind ebenso keine Seltenheit und stellen keinen Grund zur Sorge dar.

Gönn dir nach der OP unbedingt ein wenig Ruhe. Du kannst nicht sofort wieder deinen alltäglichen Tätigkeiten nachgehen, sondern musst deinem Körper Zeit zur Regeneration geben. Sei dir außerdem darüber bewusst, dass du das vollständige Ergebnis, je nach Eingriff, erst Wochen bis Monate nach der Operation vollständig siehst. Hab also ein wenig Geduld!

Auch nach dem Eingriff ist es wichtig, sich an ein paar Regeln zu halten:

  • Vorgeschriebene Kompressionskleidung tragen
  • Nicht in Bauchlage schlafen
  • Mindestens 6 Wochen nicht baden
  • Druck auf den Bauch vermeiden
  • Keine sportliche Betätigung für ca. 6 Wochen
  • OP-Narbe vor starker Sonneneinstrahlung schützen
  • Physiotherapeuten für Lymphdrainage-Behandlung aufsuchen
  • Kontrolltermine einhalten

Unabhängig davon, aus welchem Grund du dich für eine Bauchstraffung entscheidest: Ein operativer Eingriff wie dieser bringt immer gewisse Risiken mit und sollte deshalb gut überlegt sein. Halte dich in jedem Fall an die oben beschriebenen Regeln und die Empfehlungen der Ärzte. So unterstützt du den reibungslosen Ablauf der Operation und kehrst schnell wieder zu deiner Wunschfigur zurück.