Beikostplan

Beikostpläne und Ernährungspläne sind für Eltern nicht immer eine Hilfe und in meinen Kursen unterstütze ich Eltern dabei sich von starren Plänen und Zeitangaben zu lösen um IHR Baby individuell an Beikost und feste Nahrung heran zu führen. Ich hoffe du findest auf meiner Homepage einige Anhaltspunkte um dich zu orientieren und um der Beikostzeit entspannt entgegen zu sehen.


Zuletzt überarbeitet am 11.02.18, Artikel vom 21.03.2013


Beikost ganz entspannt

Die Empfehlung lautet Beikost nicht vor dem 5.Monat und nicht nach dem 7.Monat anzubieten. Wobei das Wort ANBIETEN eine wichtige Rolle spielt, wenn ihr Baby noch keine Beikost mag ist das vollkommen in Ordnung und es gibt keinen Grund ein Baby zum Essen zu „überreden“.

Muttermilch/Anfangsmilch darf auch weiter Hauptnahrungsmittel bleiben. Ab etwa 8-9 Monaten sollte Ihr Baby kleine Mengen zu sich nehmen und bis zum ersten Geburtstag nach und nach steigern. Dabei ist es vollkommen normal, dass Beikost auch mal einige Tage komplett abgelehnt wird und es Tage gibt an denen das Baby besonders viel Beikost mag.

Beikost Start

Die wichtigsten Regeln zum Beikoststart

  • Die Beikostreife ist erfüllt
  • Das Baby sollte aufrecht sitzen (auf dem Schoß oder im Hochstuhl) 
  • es sollte in Ruhe und unter Aufsicht essen
  • Beim füttern mit dem Löffel auf die Signale des Babys achten und ihm möglichst früh erlauben den Löffel selber zu benutzen

 

Fingerfood

Der Weg in die Selbstständigkeit
Alleine zu Essen macht Babys großen Spaß. Es ist für Ihre Entwicklung wichtig die Lebensmittel zu „begreifen“. Fingerfood ist ideal um diesem Bedürfnis nach zu kommen. Fingerfood sollte nicht zu klein sein, so dass Ihr Baby die Stücke gut halten kann um daran zu „lutschen“. 

Was wird wann vertragen?

Was wird wann vertragen?
Da die Darmflora sich noch aufbauen muss und „Verdauungswerkeuge“ sprich bestimmte Enzyme erst nach und nach gebildet werden sind für die ersten 2-4 Wochen der Beikostzeit leicht verdauliche Lebensmittel sinnvoll wie zum Beispiel: Zucchini, Gurke, Kürbis, Pastinake, Möhre, Avocado, Reis (Reisbrei), Birne, Banane, Kartoffel, raffiniertes Rapsöl, Fenchel, Maisgrieß (Polenta), Süßkartoffel, Melone.

Nach und nach kann der Speiseplan erweitert werden um z.B.: Blumenkohl, Brokkoli, rote Beete, Steckrübe, Rosenkohl, Erbsen, Kohlrabi, Spitzkohl, Bohnen, Poree, Spinat, Sellerie, Tomate,  Mandelmus, verschiedene Getreide (Hirse, Dinkel, Hafer, Weizengrieß), Bulgur, Couscous, Hülsenfrüchte, Nudeln, Fleisch (Kalb, Puten, Huhn, Lamm, Rind, Schwein), Fisch(Kabeljau, Seelachs), Ei,  Vollmilchbrei, Orangensaft im Brei, Heidelbeere, Pfirsich, Nektarine, Mirabelle, Sternfrucht, Aprikose, Erdbeeren, Mandarine, Pflaume und vieles mehr 💕Vielfalt statt Einfalt lautet die Devise. 

Als Knabbereien für Zwischendurch sind Zwieback (zuckerfrei), Reiswaffel, Babykeks (zuckerfrei) und Dinkelstange (salzfrei) geeignet.

Milchprodukte

Milchbrei 
Milchbrei kannst du aus aus Muttermilch/Anfangsmilch oder aus Vollmilch 3,5% – 3,8% herstellen. Fettarme Milch ist nicht empfehlenswert.


Kuhmilch für Babys?
Nach den aktuellen Leitlinien zur Allergievorbeugung dürfen Babys ab etwa 6 Monate etwa 200g verarbeitete Kuhmilch wie Milchbrei, Butter, Sahne, milden Käse, einige Teelöffel Joghurt oder Quark erhalten.

Als Muttermilchersatz oder Getränk ist Kuhmilch nicht geeignet, da nicht verarbeitete Kuhmilch eine andere Eiweißstruktur aufweist und die noch unreifen Nieren belastet.

Letzte Aktualisierung am 25.09.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API