Die Geburt richtig bekannt geben: Annoncen, Textnachrichten und Karten

Der lang ersehnte Tag ist da. Endlich hat der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt. Mamas, Papas und Babys sind meist noch ganz schön durcheinander und erschöpft, dennoch wollen sie am liebsten die ganze Welt an ihrem Glück teilhaben lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Großeltern, Freunde und Bekannte zu informieren. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile.

Das Telefonat: die direkteste Art der Benachrichtigung aus dem Krankenhaus

In den ersten Stunden nach der Entbindung will sich die frischgebackene Familie erst einmal gegenseitig bestaunen. Dennoch ist es auch ein wichtiger Moment, Omas, Opas, Geschwister und engste Freunde zu benachrichtigen.

Vom Krankenhaus aus funktioniert das am persönlichsten per Anruf. Idealerweise telefonieren die Eltern wirklich nur mit einer Handvoll Menschen. Die Gespräche können sich sonst in die Länge ziehen und Kräfte zerren. Wer sich nur schwer entscheiden kann, legt in den letzten Wochen der Schwangerschaft bereits eine Liste mit den liebsten Verwandten und Freunden an, die unbedingt telefonisch benachrichtigt werden sollten. Dabei darf ruhig überprüft werden, ob die aktuelle Mobilnummer eingespeichert ist.

Fingerspitzengefühl ist bei der Reihenfolge der Anrufe gefragt. Gerade die Großelternparteien will niemand verletzen. Weshalb es ein wenig kniffelig ist, wer von ihnen als Erstes benachrichtigt wird. Glücklicherweise gibt es in der heutigen Zeit auch Gruppenanrufe. So können die bedeutendsten Menschen gleichzeitig unterrichtet werden. Wichtig ist es, die Funktionsweisen bereits im Vorfeld mit allen zu testen.

Der Vorteil des Telefonats ist, dass die Botschaft persönlich überbracht werden kann. Nachteilig ist, dass zeitlich bedingt nur ein begrenzter Teil des Familien- und Freundeskreises auf diese Weise zu unterrichten ist.

Die Textnachricht: schnell, einfach und für große Empfängerzahlen geeignet

Was früher die SMS war, ist heute die Messenger-Nachricht. Sie ist rasch verfasst, kann Bilder und GIFs enthalten. Gerade, wenn eine Vielzahl an Menschen zeitnah nach der Entbindung unterrichtet werden soll, eine exzellente Lösung.

Die wichtigsten Informationen, die darin vorkommen sollen, sind:

    • Anlass
    • Datum und Uhrzeit der Geburt
    • Name und Geschlecht des Babys
    • Geburtsgewicht und -größe
    • Namen der Eltern

Selbstverständlich genügt eine formlose Nachricht. Dennoch gibt es rührende oder lustige Versionen, die großen Anklang beim Leser finden. Hier einige Exemplare:

    • “Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder. Heute um [Uhrzeit einsetzen] wurde unser/e Sohn / Tochter [Name] mit [Größe und Gewicht] geboren. Wir sind überglücklich [Namen der Mama und des Papas]”
    • “Ab heute bestimme ich, wann und wie lange bei uns geschlafen wird! [Name, Geburtsdatum, Größe, Gewicht].”
    • “Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen [Name, Geburtsdatum, Größe, Gewicht]. Wir sind verzaubert [Namen der Eltern]”

Der Vorteil ist, dass eine große Anzahl an Menschen schnell und unkompliziert benachrichtigt werden kann. Es fallen außerdem keine zusätzlichen Kosten an. Nachteilig ist, dass die Nachricht weniger persönlich ist als ein Telefonat.

Die Zeitungsannonce: das offizielle Statement zur Geburt

Welche Gestaltungsmöglichkeiten für die Geburtsanzeige in regionalen und überregionalen Zeitungen bestehen, ist verschieden. Manche Blätter bieten die Option, eine Grafik oder ein Bild einzufügen, bei Anderen wiederum ist nur Text möglich.

Passende Symbole für eine Grafik sind unter anderem Klapperstorch, Rassel, Teddybär. Grundsätzlich sind alle Motive machbar, die mit der Geburt eines Babys in Verbindung gebracht werden.

Die Kosten für die Annonce berechnen sich für gewöhnlich nach der Größe. Einige Zeitungen liefern die entsprechenden Preise direkt auf ihrer Homepage. Andernfalls lohnt ein Anruf in der Redaktion, um sich beraten zu lassen.

Wessen Budget nach der Anschaffung der Babyausstattung nicht allzu hoch ist, der kann die Anzeige auf das Notwendigste beschränken: Vorname des Babys, Geburtsdatum und Namen der Eltern. Selbstverständlich darf ein schöner Kontext gewählt werden.

Beispiele für den Text von Geburtsanzeigen:

    • Hurra [Name des Babys] ist da! [Geburtsdatum etc. einfügen] Wir freuen uns riesig über unseren Nachwuchs [Namen der Eltern]
    • Endlich bist Du da! [Namen]
    • Ein halber Meter Glückseligkeit! [Name des Babys] erblickte am [Datum), um [Uhrzeit] das Licht der Welt. Wir sind verzaubert [Namen der Eltern]

Wer mehr Geld in die gedruckte Geburtsbekanntgabe investieren möchte, der kann gerne weitere Details nennen. Interessant für den Leser sind unter anderem das Geburtsgewicht, die Größe des Babys, Geburtszeit und –ort.

Falls nahestehende Freunde und Verwandte nicht im Einzugsbereich der Zeitung leben, besorgen die Eltern idealerweise ein Exemplar für diese. Gerade die Großeltern wollen die Anzeige oder gar die gesamte Ausgabe meistens gerne aufbewahren.

Der Vorteil der Zeitungsanzeige ist, dass ein sehr breites Publikum von der frohen Botschaft erfährt. Menschen, wie alte Schulkameraden oder ehemalige Vereinskollegen, können genauso von der Geburt lesen wie nahestehende Freunde. Nachteilig sind die Kosten, die gerade bei überregionalen Nachrichtenblättern vergleichsweise hoch sind.

Die Geburtskarte: Information und Erinnerungsstück in einem

In den letzten Jahrzehnten hat es sich eingebürgert, dass Eltern die Geburt per Karte bekannt geben. Im Allgemeinen werden dafür Klappkarten verwendet, sodass viel Information Platz findet.

Der grobe Inhalt entspricht dem der Textnachricht und Zeitungsannonce. Dadurch, dass mehr Raum für Worte ist, darf gerne ein passender Spruch das Schriftstück ergänzen. Zahlreiche Online-Druckereien bieten die Option, Karten zur Geburt ganz individuell zu gestalten. Dort können Farben und Schriftarten angepasst werden. Außerdem dürfen Eltern ruhig ein oder mehrere Bilder des Babys einfügen. Der Kundenservice von karten-paradies.de empfiehlt, eine möglichst hohe Auflösung der Fotos zu wählen. Dadurch sind herausragende Druckergebnisse möglich.

Wer die Karten selbst kreiert, der sollte darauf achten, dass alle Details harmonisch zusammenpassen. Im ersten Schritt sollte sich für einen Stil entschieden werden. Ist die Karte lustig, darf auch der eingefügte Spruch zum Schmunzeln anregen. Es ist spannend, mit verschiedenen Schriften und Symbolen zu experimentieren. Dennoch verwirrt ein zu großes Durcheinander das Auge. Motive dürfen sich gerne auf Außen- und Innenseite in abgewandelter Form wiederholen. Bei Schriftarten beschränken sich die Künstler am besten auf ein bis drei Varianten.

Normalerweise sind die Schriftstücke in wenigen Werktagen gedruckt und gehen in den Versand. Eltern dürfen sich ruhig etwas Zeit lassen, bis sie die Geburtskarten an die Familie und Freunde weiterleiten. Wenn möglich, können die Drucksachen persönlich übergeben werden. Ansonsten reicht es, wenn die Exemplare bis zu sechs Wochen nach der Geburt in die Post wandern. In aller Regel herrscht Verständnis, das in den ersten Lebenswochen erst einmal der Nachwuchs Priorität hat.

Vorteil der Karten ist, dass sie liebevoll und individuell gestaltet werden können. Sie bieten viel Spielraum für Dekoration und Information. Gleichzeitig sind sie ein lebenslanges Erinnerungsstück. Nachteilig sind die Kosten und der höhere zeitliche Aufwand.

Fazit zur Geburtsbekanntgabe

Üblicherweise verwenden frisch gebackene Eltern einen Mix aus Informationswegen. Der Anruf und die Textnachrichten sind fast immer mit von der Partie. Ob Annonce und Karten erstellt werden, bleibt jedem selbst überlassen. Hier spielen neben dem Budget auch noch andere Faktoren wie Zeit sowie Zustand von Mutter und Kind eine Rolle. Es gibt keine zwingenden Vorgaben, wie die Mamas und Papas ihre Lieben zu unterrichten haben. Wichtig ist nur, dass das Umfeld von der frohen Botschaft erfährt.