Ein ruhiger, erholsamer Babyschlaf – Tipps und Tricks

Ihr Neugeborenes erblickte gerade das Licht der Welt und bringt nun Ihren Alltag ganz schön ins Schwanken. Denn die Kleinen müssen sich erstmal an einen geregelten Ablauf gewöhnen und sich einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen.  Erfahren Sie im Folgenden informative und hilfreiche Tipps, die Ihrem Baby zu einem erholsamen Schlaf verhelfen.

Babys und ihr Schlaf: Gibt es Richtwerte?

Jedes Baby ist einzigartig – so auch im individuellen Schlafverhalten.

Genaue Richtwerte sind dabei nur schwer anzugeben: im Durchschnitt brauchen Neugeborene im ersten Monat rund 17 Stunden Schlaf am Tag.

Im zweiten und dritten Monat reduziert sich die durchschnittliche Stundenanzahl für den Schlafbedarf um ungefähr eine Stunde – ebenso in der Zeit vom vierten bis zum sechsten Monat.

Bei ungefähr sieben Monate alten Babys reduziert sich der Schlafbedarf weiter – aufgrund der schnell heranschreitenden Entwicklung kann es aber zu kleineren Störungen im Schlafverhalten kommen.

Viele Eindrücke, die der kleine Entdecker über Tag sammelt, werden über Nacht verarbeitet. Auch die motorischen Fähigkeiten bilden Babys in dieser Zeit immer mehr aus – diese Veränderungen bringen Verunsicherungen bei Babys mit sich, weshalb ein häufigeres Wachwerden meist die Konsequenz ist.

Doch keine Sorge, wenn Ihr Baby ab und zu häufiger wach wird oder weniger beziehungsweise mehr Ruhestunden benötigt als im Durchschnitt angegeben – jedes Baby besitzt einen ganz eigenen, liebevollen Charakter und somit auch ganz eigene Bedürfnisse. Nur eines ist sicher: Das erste Lebensjahr ist geprägt von vielen, gesunden Stunden Schlaf am Tag und das meist ohne einen wirklichen Tag-Nacht-Rhythmus.

Wussten Sie schon, dass…

…übermüdete Kinder schwerer einschlafen können? Müdigkeit schlägt dann nämlich in gereizte Übermüdung um. Das Baby kann sich dann nur schwer selbst beruhigen und kommt somit nur schlecht in den Schlaf.

Der Tag-Nacht-Rhythmus ab dem vierten Monat?

Etwa mit vier bis sechs Monaten gewöhnen sich Babys an einen gewissen Schlafrhythmus und genießen ebenso wie Erwachsene den nächtlichen Schlaf. Denn zu dieser Zeit entwickelt sich langsam, aber sicher das Schlafzentrum um Gehirn. Damit der Nachtschlaf gelingt, beginnen Sie am besten Ihr Baby im Alter von vier Monaten regelmäßig zur selben Zeit am Abend ins Bett zu legen – egal ob im eigenen Bettchen oder im Beistellbett im Elternschlafzimmer. Dabei müssen Sie sich nicht von Anzeichen wie Gähnen oder dem Reiben der Augen warten – denn Ihr Baby schläft ruhiger und besser ein, wenn es noch nicht sehr müde oder gar übermüdet ist.

Spieluhr, Schlaflieder und mehr: Rituale in den Alltag bringen

Jeder Tag steckt voller neuer Entdeckungen und kostet die kleinen Abenteurer viel Energie: deshalb ist es wichtig, am Ende eines langen Tages für Ruhe, Vertrauen und Entspannung bei Babys zu sorgen.

Dabei helfen feste, vorhersehbare Rituale: damit schaffen Sie nicht nur eine gewisse Routine, sondern geben Ihrem Baby auch ein Gefühl von Verlässlichkeit und Geborgenheit. Ihre Rituale können dabei unterschiedlich aussehen: von ruhigen Schlafliedern bis zu einem Gebet oder einer kleinen Spieluhr mit beruhigender Musik ist dabei alles möglich.

Auch Einschlafstillen hilft, indem es das kindliche Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt befriedigt. Wichtig ist nur, dass der Ablauf sich nicht verändert und Sie dem Baby damit die nötige Ruhe für ein erholsamen Schlaf bieten. Auch das Wickeln und das Anziehen des Schlafanzuges gehört bereits dazu: gehen Sie jedes Mal gleich vor, damit sich Ihr Baby an jeden einzelnen Schritt gewöhnt.

Das perfekte Umfeld: Licht, Ruhe und Gemütlichkeit 

Zu einem geruhsamen Abend gehört neben festen Abläufen und Ritualen natürlich auch die richtige Atmosphäre und die perfekten Schlafbedingungen.

Gestalten Sie Ihrem kleinen Liebling einen angenehmen Schlafbereich, der ihn schnell ins Land der Träume entführt. Am besten gelingt das mit gedämmtem Licht und wenig Lärm. Rund 18 Grad sind als Temperatur perfekt, die Ihr Baby weder zum Frieren noch zum Schwitzen bringt.

Außerdem sollten Sie auf mehrere Kuscheltiere, Kissen, Spielsachen oder eine gepolsterte Bettumrandung verzichten – aus Sicherheitsgründen. Zudem können diese mit ihrer aufregenden Wirkung Ihr Baby vom Schlafen ablenken. Betten Sie Ihr Baby ohne andere Gegenstände in sein Bettchen: meist schlafen Babys in Ihrem Schlafsack am liebsten in Rückenlage. Wenig Licht und eine passende Matratze für Babys sorgen für Ruhe und Gemütlichkeit. So schaffen Sie ideale Umstände, die Ihr Baby sicher und geruhsam schlafen lassen.

Den Tag gestalten – frische Luft, Abwechslung und nicht zu viele neue Eindrücke

Ausgeglichen und voller neuer Erfahrungen geht Ihr Baby gemütlich und ruhig schlafen – so gestaltet sich die Idealvorstellung von einem jeden Elternteil.

Wie wäre es dabei mit einem langen Spaziergang an der frischen Luft, wenn die Sonne scheint oder das Laub im Herbst von den Bäumen fällt? Auch kleine Spiele und Babymassage zwischen den Ruhephasen sorgen für Glück und Ausgeglichenheit bei Ihrem Baby über Tag und einem angenehmen Gefühl vor dem Schlafen gehen.

Schlafende Babys und entspannte Eltern: die perfekte Nachtruhe

Babys ohne richtigen Schlafrhythmus können Eltern die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten: Rituale und kleine Tricks rund um den Schlafbereich und die Tagesgestaltung helfen, dass sich Ihr Baby an einen festen Tagesablauf gewöhnt und den nächtlichen Schlaf immer mehr genießt.

Gute-Nacht-Lieder oder die beruhigende Musik einer Spieluhr helfen! Lassen Sie über Tag keine Langeweile aufkommen, aber gönnen Sie Ihrem kleinsten Familienmitglied dennoch genügend Ruhepausen.