Haarpflege bei Kleinkindern – Tipps & Tricks für Eltern

Beim Thema Haare waschen und Haare bürsten setzen bei viele Kleinkindern schnell die Tränen ein. Sie verbinden das Frisieren mit Schmerzen und unangenehmem Ziepen. Grund: Die Haare sowie die Kopfhaut der Kleinen sind noch sehr zart und dementsprechend empfindlich. In diesem Artikel findest du Tipps und Tricks, wie du die Haarpflege deines Kindes angenehmer gestaltest, und erfährst, worauf du besonders achten solltest.

Angenehmes Haarewaschen

Während wir Erwachsenen nur selten ein Problem mit der Haarwäsche haben und diese viel öfter genießen als fürchten, ist es für Kinder oft eine Tortur. Das Wasser des Duschkopfes fühlt sich auf der empfindlichen Kopfhaut schnell hart an und überall zupft und zieht es. Schlechte Erfahrungen, wie etwa Shampoo, das beim Waschen in die Augen gelangt ist, verschlimmern die Situation weiter.

Damit die nächste Haarwäsche ohne Tränen verläuft, hier ein paar Tipps:

  • Achte unbedingt darauf, dass kein Wasser und/oder Shampoo in die Augen läuft. Dazu kannst du deinem Kind etwa einen Waschlappen geben, den es sich während dem Shampoonieren und Waschen auf Stirn und Augen legen soll.
  • Verwende nur milde Haarpflegeprodukte. Spezielle Shampoos für Kinderhaare reinigen und pflegen auf milde Art und Weise und verursachen kein Brennen. Dadurch wird das Haarewaschen angenehmer und du verhinderst die Bildung von Rötungen, Irritationen oder das Entstehen von Kopfjucken.
  • Wasche das Haar mit möglichst lauwarmem, kühlem Wasser. So vermeidest du ein Aufquellen der Haarstruktur, was das Durchkämmen im Nachhinein erleichtert.
  • Versuche spielerisch an die Sache heranzugehen und gib deinem Kind die Möglichkeit, sich selbst an der Haarwäsche zu beteiligen. Du kannst ihm beispielsweise einen Becher geben, den es selbst auffüllen kann. Anschließend darf es sich das Wasser zum Nassmachen oder Ausspülen des Shampoos selbst über den Kopf gießen. Das Kind bekommt somit zusätzliche Kontrolle und mehr Sicherheit darüber, was wann wie passiert.
  • Kinderhaare sollten nicht zu oft gewaschen werden. Vor Einsetzen der Pubertät haben Kinder eigentlich kaum mit fettigen Haaren zu kämpfen. Bei der Haarwäsche geht es demnach hauptsächlich darum, den Staub und Schmutz des Alltags zu entfernen. Dazu benötigst du nur wenig Shampoo, damit die empfindliche Kopfhaut nicht angegriffen und ausgetrocknet wird. Des Weiteren reicht es, wenn das Haar – je nach Aktivität – ungefähr einmal pro Woche gewaschen wird.

Tränenfreies Kämmen

Ob nach dem Waschen oder am Morgen nach dem Schlafen: Knoten bilden sich recht schnell und müssen gelöst werden. Dafür braucht es die richtigen Kämme und Bürsten.

Damit es möglichst wenig ziept und zieht, gibt es auch hierfür wieder ein paar Tipps:

  • Verwende bei verknoteten Haaren und Spitzen zuerst einen grob gezahnten Kamm und halte dabei das Haar nahe der Kopfhaut fest, um Schmerzen durch das Ziehen zu mindern. Alternativ leisten ebenso spezielle Anti-Ziep-Bürsten oder Detangler gute Dienste.
  • Wenn die gröbsten Knoten entfernt sind, lässt sich das feine Kinderhaar am besten mit einer Bürste mit natürlichen Borsten, wie etwa Wildschweinborsten, sorgfältig entwirren.
  • Lasse die Haare nach dem Waschen zunächst etwas an der Luft trocknen. Nasse Haare sind bis zu 50 Prozent elastischer und dadurch umso empfindlicher als trockene, zudem brechen sie schneller.
  • Bei langen Haaren empfiehlt es sich, über Nacht mit einem lockeren Zopf zu schlafen. So ersparst du dir und deinem Kind viel Zeit und Drama am Morgen, da sich die Haare einfacher durchbürsten lassen und weniger verknotet sind.

Spezielle Produkte und Tipps zum Frisieren?

Mittlerweile gibt es im Handel einige speziell für Kinderhaare entwickelte Produkte, die Eltern bei der Haarpflege ihrer Kleinen unterstützen sollen. Abgesehen davon helfen auch kleine Schritte und Angewohnheiten.

Deshalb gibt es zum Schluss noch ein paar Tipps zum Frisieren:

  • Benutze lediglich Haargummis ohne Metallverarbeitung und greife stattdessen zu Spiral-Bändern, die das Haar nicht knicken und es trotzdem in Position halten.
  • Regelmäßiges Schneiden der Spitzen hilft dabei, dass das Haar weniger schnell zerzaust und sich nicht so stark verknotet. Zudem sieht es gepflegter und gesünder aus.
  • Schönen Glanz erreichst du durch regelmäßiges Kämmen und Bürsten. Verwende dazu Holzkämme sowie Bürsten mit natürlichen Borsten.
  • Spezielle Haarsprays zur Entwirrung erleichtern das Kämmen und pflegen das Haar. Achte dabei auf die Zusammensetzung und auf natürliche Inhaltsstoffe.

Fazit: Haarpflege leicht(er) gemacht

 

Die Haarpflege bei Kleinkindern erfordert Fingerspitzengefühl, Geduld und liebevollen Umgang mit den feinen Strähnchen. Die oben genannten Tipps und Tricks tragen dazu bei, deinem Kind den Schrecken davor zu nehmen und machen gleichzeitig auch dir das Leben leichter.