Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch für Babys

Oft werde ich gefragt, ob Hafermilch, Mandelmilch oder andere pflanzlichen „Milchen“ für Babys geeignet sind.

In den ersten 6 Lebensmonaten werden Säuglingen ausschließlich mit Muttermilch oder einer speziellen Formula-Nahrung (Anfangsmilch) oder einer veganen Anfangsnahrung ernährt.

Selbst hergestellte Nahrung aus Tiermilch (Kuh, Ziege, Schaf, Stute) oder pflanzlichen Rohstoffen (z.B. aus Mandeln, Reis, Hafer oder Soja) ist strikt abzulehnen (Elmadfa et al., 2013)

Im Zuge der babygerechten Beikost beim angepassten Familientisch dürfen Babys auch pflanzliche Milchen zu sich nehmen, wie zum Beispiel in Soßen, veganen Gebäck oder als Bestandteil (Getränk) einer Brotmahlzeit.

Als Grundlage für den klassischen Milchbrei sind pflanzliche Milchen nicht zu empfehlen, da die Nährstoffkombination nicht den Bedürfnissen des Kindes entsprechen.

Neben der Beikost erhält das Baby weiterhin Muttermilch/Anfangsmilch und wird so mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Geeignete Grundlagen für einen Milchbrei sind abgepumpte Muttermilch, Anfangsmilch-Pre, Anfangsnahrung auf Soja oder Ziegenmilch Basis sowie Kuhmilch (eventuelle verdünnt wie im Halbmilchbrei) und Ziegenmilch.

Alternativ käme noch ein mit Kalzium angereicherter Haferdrink (salzarm) in Frage.  Diese Alternative ersetzt allerdings nicht zu 100 % eine Muttermilch-Mahlzeit und kann nur dann angeboten werden, wenn noch drei ausreichend große Muttermilch-Mahlzeiten gegeben werden.“ (vgl. Vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit und Beikost von Dr. Markus Keller und Edith Gätjen, Seite 102 f.).

Eine ausschließliche vegane Ernährung für Babys ist umstritten und sollte mit dem Kinderarzt besprochen werden.


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Letzte Aktualisierung am 23.03.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API