Halsschmerzen

Halsschmerzen sind bei Babys in den ersten Lebensmonaten eher selten kommen aber bei Kleinkindern ab etwa 14 Monate häufig vor. Halsschmerzen können Symptome ernst zu nehmender Erkrankungen wie eine Angina oder einer anderen Infektionskrankheit sein. Dies sollte in jedem Fall beim Kinderarzt überprüft werden.

Halsschmerzen bemerkt man als Eltern oft als erstes daran, dass die Kleinen die Nahrung verweigern, weil das Schlucken unangenehm und schmerzhaft wird. Je nach Erreger kann auch ein leichtes Fieber dazukommen. Bei Kleinkindern können Halsschmerzen auch durch eine Veränderung der Stimme (Heiserkeit) auffallen.

Foto: Photoxpress (Mykola-Velychko)

Harmlose Halsschmerzen oder Angina?
Ob es sich um eine Angina handelt kann nur der Kinderarzt feststellen. Bei einer Angina sind die Rachenmandeln (Tonsillen) rot, angeschwollen und zeigen eitrige, gelbe Beläge. Eine Angina wird durch Bakterien verursacht und muss meist mit Antibiotika behandelt werden.

Scharlach
Bei Scharlach sind Halsschmerzen ein häufiges Symptom. Bei Scharlach kommen zu den Halsschmerzen meist Fieber, eine belegte Zunge und später auch Ausschlag dazu. Ob Ihr Kind Scharlach hat oder es sich um harmlose Halsschmerzen durch einen Virus handelt wird ebenfalls der Kinderarzt feststellen.

Milch für Säuglinge_LC

Milch schleimt?
Das Milch schleimt und bei Husten/Halsweh nicht getrunken werden sollte ist ein Tipp den man immer wieder liest.

Das liegt an dem „schleimigen“ Gefühl, dass wir im Rachen verspüren, wenn wir Milch trinken. Dies hat aber NICHTS damit zu tun, dass Milch die Schleimbildung in den Bronchien verstärken könnte und so zu einer Verschlimmerung beitragen könnte. Im Gegenteil gerade bei Halsschmerzen ist es von Vorteil, wenn sich der Hals nicht so trocken anfühlt. 

Ihr Baby kann also ohne Bedenken seine Milch trinken und kann zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs sogar öfter gestillt werden bzw. die Flasche bekommen.

Hausmittel
Halsschmerzen können sehr schmerzhaft sein und so spielt die Schmerzlinderung neben der Behandlung der Grunderkrankung eine wichtige Rolle.

  • Raumluft befeuchten
    Zur Befeuchtung der Raumluft können nasse Tücher (ohne Weichspüler gewaschen) im Zimmer ausgehangen werden.
  • Raumtemperatur
    Eine warme aber nicht überhitzte Raumtemperatur ist optimal.
  • Trinken
    Handwarmer, ungesüßter Fencheltee und stilles Wasser reizen beim Schlucken am wenigsten. Fruchtsaft und Fruchttee kann zu brennenden Schmerzen führen.
  • Kühlen
    Eine Halswickel kann Linderung bringen. Dazu den Saft einer halben Zitrone auf etwa 1 Liter kaltes Wasser geben und ein Küchenhandtuch darin eintauchen. Anschließend auswringen und um den Hals legen. Das Kind darf bei dieser Anwendung NICHT (auch nicht kurz) ohne Aufsicht sein.

Homöopathie für Babys - babytipps24.deHomöopathie
Homöopathie kann bei Halsschmerzen schnell Linderung bringen. Die Auswahl der richtigen Globuli ist nicht immer einfach, weil viele verschiedene homöopathische Globuli in Frage kommen. Aus meiner Erfahrung sind die folgenden Globuli gerade bei Babys und Kleinkindern sehr hilfreich.

Aconitum
Hilft bei roten Mandeln und wenn Schlucken schmerzt.  
Dosierung:
1- bis 3-mal täglich je 3-5 Globuli Aconitum D12 oder D6. Eine Besserung tritt nach etwa 5 – 15 Minuten ein. Sie können die Globuli über mehrere Tage geben bis zur Besserung der Symptome.

Ferrum phosphoricum
Diese Mittel unterstütz die Abwehrkräfte und lindert Symptome wie Fieber und Halsschmerzen.
Dosierung:
1- bis 3-mal täglich je 3-5 Globuli Ferrum Phosphoricum D12 oder D6. Sie können die Globuli über mehrere Tage geben bis zur Besserung der Symptome. Eine Besserung der Symptome werden Sie zunächst nicht wahr nehmen, aber insgesamt wird die Krankheit etwas schneller ausheilen.

 

Letzte Aktualisierung am 11.03.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API