Babys richtig trösten

Wenn Babys weinen, sind Eltern oft unsicher und schnell überfordert.
Meist wird weinen als Hunger oder Blähungen gedeutet. Oft braucht das Baby jedoch nur etwas Ruhe. Eine Methode Babys zu beruhigen ist die sogenannte „Happy Baby“ Methode nach Harvey Karp und das gestufte Trösten nach Brazelton.

Happy Baby

  • Zischen
  • Pucken
  • Schaukeln
  • die kontrollierte Bauch- und Seitenlage
  • Schnullern

Diese fünf sogenannten „Happy Baby“-Tricks, die schreiende Säuglinge wieder friedlich machen sollen, sorgen in den USA seit Monaten für Aufsehen. Der „Erfinder“ der Happy Baby-Tricks ist der kalifornische Kinderarzt Harvey Karp. Sein Elternratgeber „The Happiest Baby On The Block“ ist in den USA ein Bestseller, er selbst wandert seit Monaten von Talkshow zu Talkshow. Karps Theorie: Der menschliche Nachwuchs wird drei Monate zu früh geboren – in diesem sogenannten „vierten Trimester“ ist die Welt für alle Säuglinge ein verwirrender, ungemütlicher Ort. Laut Karp dauert es drei Monate, bis sich das Gehirn und der gesamte Organismus der Babys umgestellt haben.

5 Schritte und das Baby hört auf zu weinen

  • 1. Einwickeln
    Das wirksamste Mittel nach Dr. Karp ist das Einwickeln, und zwar so fest, dass das Baby unter der Decke Arme und Beine nur noch ein bisschen bewegen kann – mehr dazu unter pucken
  • 2. Auf die Seite legen
    Eingewickelt oder nicht unruhige Babys fühlen sich wohler, wenn sie auf der Seite liegen und nicht schutzlos auf dem Rücken.
  • 3. Schschsch-Laute
    Seien Sie dabei nicht zu leise oder zurückhaltend. Die Geräusche, die Ihr Baby aus dem Mutterleib kennt, kommen an die Lautstärke eines Staubsaugers heran. Statt Schschsch-Lauten, die Sie am Ohr Ihres Babys machen, können Sie in einiger Entfernung auch einen Haartrockner oder Staubsauger anstellen.
  • 4. Hin- und herwiegen
    Sanftes Wiegen beruhigt ein Baby, weil es seinen Gleichgewichtssinn anregt. Und das sorgt für ein gutes Gefühl.
  • 5. Saugen lassen
    Wenn gar nichts hilft, lassen Sie Ihr Baby an der Brust, einem Finger, Schnuller oder der Flasche saugen. Für Dr. Karp ist das Saugen die letzte Rettung oder, wie er es ausdrückt, das Sahnehäubchen und die Krönung, sollte nichts anderes mehr helfen. Heben Sie sich diesen Joker deshalb unbedingt auf!

 

„Alles gut und schön, aber bei uns klappt nichts und ich kann nicht mehr.“
Seien Sie versichert, dass alle Eltern irgendwann mal an einen Punkt kommen, an dem liebevolle Tipps vollkommen sinnlos erscheinen und man das Gefühl hat am liebsten weg zu rennen und sich manchmal sogar Sorgen macht, man könne die Nerven verlieren und dem Baby etwas antun. Negative Gefühle sind ganz normal! Für solche Situationen ist ein Notfallplan hilfreich – mehr dazu hier.

Gestuftes Trösten

  1. aufmerksam anschauen und Blickkontakt herstellen (etwa 25 cm Abstand vom Gesicht)
  2. mit Geduld und Ruhe ansprechen
  3. anfassen eine Hand auf die Brust legen
  4. Hände und Füße des Babys zusammen legen
  5. es hochnehmen und wiegen
  6. die Brust oder Flasche oder den Schnuller anbieten

In den ersten Wochen kann es besser sein mit der Stufe 3 zu beginnen und erst wenn Du merkst, dass Dein Baby sich auch schon alleine regulieren kann beginnst du mit  Stufe 1. Du kannst selber entscheiden wie lange Du bis zur nächsten Stufe warten möchtest, je besser Du Dein Baby kennst und beobachtest und einfacher wird es für Dich, abzuschätzen was Dein Kind braucht. Es wird aber empfohlen auf keinen Fall länger als zwei Minuten bis zur nächsten Stufe zu warten.