Kinderlebensmittel

Überflüssig, teuer und meist auch ungesund: sogenannte Kinderlebensmittel.

Eltern sind schnell besorgt, wenn ihr Kind vermeintlich zu wenig Obst und Gemüse isst. Der Griff zu vitaminierten Lebensmitteln oder Supplementen erscheint vielfach als einfache Lösung. Doch die oft speziell für Kinder angepriesenen Produkte und Nährstoffpräparate sind alles andere als sinnvoll.

Das Angebot an speziellen Kinderlebensmitteln und nährstoffangereicherten Produkten steigt stetig, auch wenn sie eigentlich keiner braucht, jedenfalls nicht für eine gesunde Kinderernährung. Und wer einen Blick auf die Zutatenliste wirft, erlebt oft eine Überraschung der kalorienreichen Art. Spezielle Kinderlebensmittel bieten Kindern keinerlei gesundheitlichen Vorteil im Vergleich zu normalen Produkten. Junior-Menüs, Kindermilch, Kinderflakes und Knabbergebäck für Kleinkinder sind schlichtweg unnötig.

Die Werbung für angereicherte Produkte hält zudem selten, was sie verspricht: Die ausgelobten Zusätze an Milch, Ballaststoffen, Mineralstoffen und Vitaminen sind, auf den Tagesbedarf bezogen, oft entweder minimal, überdosiert oder überflüssig. Diese Angaben lenken die Verbraucher von der Tatsache ab, dass das Produkt ansonsten viel Zucker, Fett und Kalorien enthält.
Auch eine auffällige Produktgestaltung und beigefügte Spielzeuge sollten Sie sich nicht zum Kauf dieser Produkte verleiten.

Vitaminzusätze ersetzen keine gesunde Ernährung
Der Riegel mit angeblich besonders viel Milch oder der Keks mit Vollkorn kann ein Glas Milch oder ein Vollkornbrot niemals ersetzen. Auch das Bonbon mit Vitaminzusätzen bleibt, was es ist: eine Süßigkeit. Wenn sich ein Kind grundsätzlich ungesund ernährt, können auch angereicherte Lebensmittel dies nicht ausgleichen. In einer gesunden Ernährung ist  eine zusätzliche Gabe von Nährstoffen jeder Art generell nicht vonnöten. Die oftmals sehr überhöhten Kosten für Kinderlebensmittel lassen sich gut einsparen.

Fertigprodukte: Richtig auswählen und bewusst einsetzen
In den Geschäften bietet sich eine immer größer werdende Auswahl an Fertigwaren. Sie werden gern gekauft, weil sie Zeit sparen und leicht zu zubereiten sind. So sind denn auch tiefgefrorenes Gemüse und Obst längst als sinnvolle und gesunde Helfer in der Küche akzeptiert. Richtige ausgewählt und bewusst verwendet, passen Fertiggerichte durchaus auch auf einen gesunden Speiseplan für Kinder. Durch frische Zutaten können sie mit wenig Aufwand leicht aufgewertet werden. Eine Fertigsuppe, ein Pfannengericht oder eine Pizza aus der Tiefkühltruhe schmecken mit frischem Gemüse und mit Kräutern gleich viel besser und sind deutlich gesünder. Frischobst in Pudding oder Milchreis sorgt für Vitamine und tollen Geschmack.

Ein Blick auf die Zutatenliste empfiehlt sich
Gerade komplette Fertigmahlzeiten, wie zum Beispiel Nudeln mit Sauce, Fleischgerichte oder Lasagne, enthalten oft übermäßig viele Kalorien, Fett und Zusatzstoffe. Aber auch bei alltäglichen Dingen wie Margarine, Frischkäse, Leberwurst und Joghurt lohnt sich ein Blick auf die Zutaten.