Laufgitter – worauf sollten Sie achten?

5Spielen, Schlafen, Essen. Die Ansprüche eines Babys oder Kleinkindes an seine Umwelt sind relativ überschaubar – für die Eltern jedoch ist es häufig nicht so einfach, sie ohne größeren Aufwand zu erfüllen. Schließlich wollen neben dem Kleinsten oft noch Geschwister versorgt, der Haushalt organisiert und der Alltag koordiniert werden. Ein Laufgitter kann in Situationen, in denen zu viele Dinge gleichzeitig erledigt werden wollen, eine echte Hilfe sein. Allerdings gibt es einige wichtige Details, die man beim Kauf unbedingt beachten sollte – damit das kleinste Familienmitglied wirklich sicher ist und sich wohlfühlt.

Baby im Laufstall - FlickrDie „Insel“ im Chaos: Das Laufgitter als Alltagshilfe
Eltern kennen das Problem: Bereits Wochen vor dem Geburtstermin wird die Wohnung systematisch auf Schwachstellen geprüft, die Küchenschränke werden kindersicher gemacht, Bodenvasen und Kerzenständer entfernt, scharfe Kanten mit Schaumgummi abgepolstert – und doch findet der krabbelnde Nachwuchs später die eine Stelle in der gesamten Wohnung, an der es sich doch noch verletzen kann.

Natürlich soll das Baby die Welt erkunden – doch dann kommt dieser Moment, in dem die Milch überkocht, die ältere Schwester einen Legostein verschluckt und es an der Türe klingelt, während der Kleinste sich quietschvergnügt am Ofen hochzieht. In solchen Augenblicken sind viele Eltern dankbar für die Möglichkeit, den kleinen Ofen-Kletterer kurzerhand in sein Laufgitter setzen zu können, von dem sie wissen, dass ihm dort keine Gefahr droht. Sofern der Laufstall nicht zum permanenten Aufenthaltsort wird und das jeweilige Modell gewissenhaft ausgewählt ist, liegen die Vorteile klar auf der Hand: Der Nachwuchs kann im geschützten Raum spielen oder schlafen und ist dabei stets in Reichweite der Eltern.

Förderung der Bewegungsentwicklung
Auch wenn der Laufstall den Raum eingrenzt, bietet er denoch eine sichere Umgebung für eine selbstständige Bewegungsentwicklung.

Das A und O beim Kauf eines Laufgitters: Qualität und Sicherheit
Ob die Entscheidung für ein eher schlichtes oder ein verspieltes, ein eher kleines oder ein sehr weitläufiges, ein hölzernes oder ein Laufgitter aus Kunststoff ausfällt, ist letzten Endes sekundär. Die Hauptsache ist, dass es sich um ein Fabrikat aus schadstofffreiem Material handelt, welches besonders sorgfältig verarbeitet ist – denn die Sicherheit und die Gesundheit des Kindes sind die Maßstäbe, nach denen der Kauf erfolgen sollte.

Aus diesem Grund stehen Qualität und Sicherheit von Laufgittern bei den entsprechenden Produkttests an erster Stelle. So hat auch das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ im Frühjahr dieses Jahres neun aktuelle Laufstallmodelle auf Qualität und Sicherheit hin getestet – mit zum Teil erschreckenden Ergebnissen.

Bei den Tests wurden die jeweiligen Modelle nach der sogenannten „Laufstall-Norm“ mit unterschiedlichen Belastungen geprüft, um beispielsweise festzustellen, wie stabil die Gitterstäbe sind und welchen Belastungen (ziehen, drücken, treten) sie aushalten können, ohne zu brechen. Da besonders kleine Kinder gerne einspeicheln, sind die Schadstofftests fast noch wichtiger als die Belastungstests.

Welche Eigenschaften sollte ein Laufgitter haben?

  • Flexibilität: Die Liegefläche des Laufgitters sollte höhenverstellbar sein, damit es mit dem Kind „mitwachsen“ kann – so sind Kleinkinder bis zu 18 Monaten immer optimal aufgehoben. Darüber hinaus sollte es mit feststellbaren Rollen ausgestattet sein, damit es überallhin mitgenommen werden kann; für kleinere Wohnungen bietet sich eine klappbare Variante des Laufgitters an.
  • Spaß & Spannung: Das Laufgitter muss so einzurichten sein, dass der Nachwuchs sich wohlfühlt. Das bedeutet nicht nur, dass alles schön weich gepolstert und das Baby von seinen Kuscheltieren umgeben ist, sondern auch, dass es im Laufgitter selbst etwas zu entdecken gibt – anderenfalls ist die Welt „außerhalb“ eben doch viel spannender. Aus diesem Grund bieten sich Laufgitter mit sogenannten „Spielbögen“ an; auch an den Gitterstäben können kleine Spielsachen befestigt werden.
  • Hygiene: Die Polsterung des Laufgitters sollte unbedingt abwaschbar und gut zu reinigen sein – für den Fall, dass der Großteil des Brötchens klebrig neben dem Mund landet, oder dem kleinen Bewohner ein anderes Malheur passiert.
  • Sicherheit: Der wichtigste Punkt ist die Sicherheit des Laufgitters, welches stabil und kippsicher aufzustellen sein muss und keine scharfen Kanten oder Ecken aufweisen darf. Als Orientierungshilfe dient das Gütesiegel der Stiftung Warentest oder Ähnliches.
  • Bewegungsfreiheit: Natürlich soll der Nachwuchs durch das Laufgitter vor allzu großem Krabbel-Übermut geschützt werden, dennoch darf das Laufgitter kein Gefängnis sein. Aus diesem Grund sollte eine Grundfläche von minimal 1 x 1 Meter gewährleistet sein; wichtig sind auch flexible Gitterstäbe, durch die das Baby im Bedarfsfall hinaus- und wieder hineinklettern kann.
  • Materialwahl: Letzten Endes spielt es keine große Rolle, ob das Laufgitter aus Holz oder aus Kunststoff gefertigt ist – obgleich Holz natürlich das umweltfreundlichere Material ist. Die Hauptsache ist jedoch, dass es sich in jedem Fall um schadstofffreie Materialien handelt und das Laufgitter in die Wohnung passt. Einige Firmen wie z.B. Geuther bieten für jeden Wohngeschmack eine gute Auswahl und fertigen in der heimischen Werkstatt „made in Germany“.

Bildquelle: Baby im Laufstall © Flickr, Laufstall © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Letzte Aktualisierung am 25.09.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API