Mehr Sicherheit im Alltag – Mit diesen Tipps sind Babys geschützt

baby-84552_1280Die meisten Unfälle kommen im Haushalt zustande. Dies trifft sowohl auf Erwachsene als auch auf Babys zu. Um die Kleinsten zu schützen, können Eltern aber einiges tun. Dieser Ratgeber weist auf einige der wichtigsten Faktoren hin und gibt praktische Tipps, um den Alltag mit Baby sicherer zu machen.

 

tae-socket-949083_1280Gefahrenquellen beseitigen
Im Haushalt lauern viele Gefahren. Doch diese müssen als solche erst einmal wahrgenommen werden. In vielen Räumen des Zuhauses gibt es Risiken, die oft vernachlässigt beziehungsweise unterschätzt werden. Sobald Babys damit beginnen sich durch Krabbeln fortzubewegen, ist besondere Vorsicht geboten. Spitze Gegenstände, scharfe Kanten und Kleinteile müssen dann umgehend außer Reichweite gebracht werden. Auch Substanzen wie Putzmittel oder Medikamente müssen so platziert werden, dass der Nachwuchs nicht drankommt. Scheinbar ungefährliche Dinge, wie Tischdecken auf dem Tisch können sehr riskant sein. Sobald die Kleinsten anfangen die Welt um sie herum zu entdecken, reißen sie gerne an derartigen Objekten. Sollten sie sich in diesem Moment gerade unterhalb des Tisches befinden und neben der Tischdecke auch schwere Objekte vom Tisch ziehen, kann das schlimme Folgen haben. Teilweise kommen schwere Verletzungen am Kopf zustande.

baby-19295_1280Anschaffung Babyphone
Wenn Babys schlafen, nutzen viele Eltern die wertvolle Zeit, um beispielsweise die Hausarbeit zu erledigen. Um den Nachwuchs auch dann überwachen zu können, wenn Sie sich gerade nicht im gleichen Raum aufhalten, ist ein Babyphone ratsam. Diese Geräte erlauben es mit Hilfe eines Senders und Empfängers akustische Laute des Babys wahrzunehmen und so unverzüglich darauf reagieren zu können. „Erwähnenswert sind hier vor allem die Geräte mit Bewegungsmelder. Eine unterhalb des Babys platzierte Sensormatte erfasst hierbei die Atembewegungen des Kindes und das System schlägt unmittelbar Alarm, falls die Atmung des Babys länger als 20 Sekunden aussetzt“, erklärt man unter www.babyphone-testberichte.de, einem Ratgeber, der zahlreiche Tipps und Empfehlungen zum Thema Babyphone zusammengefasst hat und sowohl Funktionen als auch Kaufkriterien durchleuchtet. Einige moderne Geräte verfügen sogar über eine integrierte Kamera, sodass Babys auch optisch überwacht werden können.

Allerdings darf ein Babyphone niemals als alleiniges Hilfsmittel zur Verhinderung des plötzlichen Kindstodes betrachtet werden, welcher in der Regel während der Schlafenszeit eintreten kann. Hier einige Tipps, um das Risiko des Erstickens bei Babys auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Legen Sie das Baby auf den Rücken zum Schlafen
  • Keine weichen Oberflächen als Schlafunterlage wählen
  • Auf Kissen, Bettdecken, Schaffelle, flauschige Plaids oder ähnliches nach Möglichkeit verzichten
  • Für eine gute Luftzirkulation sorgen
  • Kopf niemals zudecken und alles, was die Atmung des Babys behindern könnte, aus dem Kopfbereich des Babybettes entfernen

Tipps zur Sicherheit für Babys im Familienbett sowie weitere Hinweise zum Babyschlaf finden Sie in unserem separaten Beitrag.

Kleidung und Spielsachen
Nicht selten befinden sich direkt an der Babykleidung Elemente, die daran nichts verloren haben. Damit sind Kordeln, Bänder oder ähnliche lose Teile gemeint. Mit derartigen Accessoires kann sich das Baby strangulieren oder anderweitig selbst schaden. Achten Sie beim Kauf von Kleidung darauf, dass davon keine Gefahr ausgeht. Gleichermaßen aufmerksam sind Spielzeuge und Kuscheltiere zu prüfen.

Gefahrenzonen absperren
Treppen, Hitzequellen oder ähnliches lassen sich mit Schutzgittern absperren, sodass Babys nicht mehr dort hingelangen. Stürze, Verbrennungen und Verletzungen können so sehr einfach vermieden werden. Bei der Anschaffung von Schutzgittern ist jedoch Vorsicht geboten. Nicht alles, was am Markt verkauft wird, ist auch empfehlenswert. In erster Linie muss darauf geachtet werden, dass ein derartiges Produkt das GS-Prüfzeichen trägt. Modelle, die sich zuverlässig verriegeln lassen und sich automatisch schließen, wären vorteilhaft. In einem Artikel der Kieler Nachrichten unter www.kn-online.de wird zur Gefahrenquelle Kochstelle ergänzt: „Wichtig ist hier vor allem das Absichern des Herds. Ein Schutzgitter verhindert, dass Kinder heiße Töpfe herunterziehen können.“

Um dem Einklemmen der Finger in Schränken oder Türen vorzubeugen, sollte auch dahingehend vorgesorgt werden. Der Handel präsentiert hierfür zahlreiche Lösungen.

baby-179377_1280Achtung Wasser
Wasser und Feuchtigkeit können eine Gefahr für Babys darstellen. Werden die Kleinsten gebadet, kann das Risiko bereits damit minimiert werden, dass das Wasser in der Babywanne nur wenige Zentimeter hoch eingelassen wird. Es reicht völlig aus, wenn die Beine des Babys bedeckt sind. Kann der Nachwuchs bereits in der Badewanne gebadet werden, sollten Eltern niemals den Raum verlassen. Schon wenige Sekunden beziehungsweise Minuten können reichen und das Kind droht zu ertrinken, weil es in der Wanne umkippt und den Kopf nicht selbstständig über der Wasseroberfläche halten kann. Die Wassertemperatur solle 37°C nicht überschreiten. Um die Verletzungsgefahr zu senken, sind rutschfeste Matten innerhalb und außerhalb von Wanne oder Dusche zu platzieren. Auch gefüllte Wassereimer, Wannen oder ähnliche Behältnisse können zum Ertrinken führen, wenn Babys hineinfallen. Deshalb dürfen Putzeimer und alle anderen Gefäße mit Flüssigkeiten niemals in Reichweite von Babys abgestellt werden.

Aus der Babyperspektive
Dieser Ratgeber enthält längst nicht alle Gefahrenquellen für Babys. Um alle Risiken zu ermitteln und entsprechend entschärfen zu können, lohnt es sich die eigenen vier Wände aus der Baby-Perspektive zu analysieren. Auch wenn es zunächst ungewöhnlich klingt: Begeben Sie sich auf den Fußboden und versuchen Sie Ihre Wohnlandschaft aus Sicht Ihres Babys zu begutachten. Versetzen Sie sich in die Lage des Kindes. Aus dieser Perspektive werden Ihnen Dinge auffallen, die Sie ansonsten möglicherweise übersehen hätten, wie offene Steckdosen, herumliegende Kabel oder gefährliche Kanten an Türen und Geländern.

Fazit
Der Alltag mit Baby erfordert eine Vielzahl an Sicherheitsmaßnahmen. Um die Kleinsten vor den Alltagsrisiken zu schützen, muss die Wohnumgebung kritisch begutachtet werden. Dank der im Handel erhältlichen Hilfsmittel ist es heute kein Problem mehr, das Zuhause kindersicher zu machen.

Tipp
Auf der Homepage von Kindersicherheit.de finden Sie viele weitere Tipps.

Bilder
(1.+2. Bild „PublicDomainPictures“, 3. Bild „TBIT“, 4. Bild „amyelizabethquinn“) über pixabay.com

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