Milchzahn-Pflege – Prophylaxe ohne Angst und Stress

Etwa ab dem vierten Lebensmonat brechen beim Baby die ersten Zähnchen durch, bis zum dritten Lebensjahr sollten alle zwanzig Milchzähne vorhanden sein. Die Pflege und der Erhalt der Milchzähne ist ungeheuer wichtig: Sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Kariöse Zahnzwischenräume verschmälern den Milchzahn, nachfolgende bleibende Zähne haben dadurch zu wenig Platz. Fehlende Schneidezähne führen zu Sprachstörungen wie Lispeln. Wenn ein Milchzahn zu früh verloren geht, verändert sich die Zahnstellung so, dass die nachwachsenden bleibenden Zähne schief wachsen. Dann wird eine aufwendige und teure Korrektur beim Kieferorthopäden notwendig, die hätte verhindert werden können.

Der Zahnarzt ist der beste Verbündete bei der Erhaltung der Zahngesundheit. Fachliche Beratung und Prophylaxe (Vorbeugung) sollten schon frühzeitig in Anspruch genommen werden. Es geht beim Zahnarztbesuch nicht nur darum, kleine Löcher in Milchzähnen zu reparieren. Prophylaxe verhindert Zahnschäden und gleichzeitig, dass das Kind beim ersten Kontakt mit dem Zahnarzt schon durch eine schmerzhafte Erfahrung negativ geprägt wird und bleibende Angst vor der Zahnbehandlung bekommt.

Was können die Eltern für gesunde Milchzähne tun?
Gesunde Zähne hängen stark von der Ernährung ab. Wenn die Milchzähne ständig mit Zucker in Berührung kommen, ist Karies vorprogrammiert. Ständiges Nuckeln an Fruchtsäften und anderen zuckerhaltigen Getränken gilt als Hauptverursacher von Zahnschäden an Milchzähnen. Zwischen den Mahlzeiten sollte Mineralwasser oder Tee ohne Zucker getrunken werden, mindestens morgens und abends ist Zähneputzen notwendig. Schon bei den ersten Zähnchen kann mit der Zahnpflege begonnen werden – mit spielerischem, leichtem Bürsten ohne Zahnpasta, damit das Baby sich daran gewöhnt. Später kann das Kind selber anfangen zu putzen, allerdings reichen die motorischen Fähigkeiten meist nicht aus, die Zähne ganz sauber zu bürsten. Daher sollten die Eltern etwa bis zum Schulalter noch nachputzen. Meist wird fluoridhaltige Zahnpasta empfohlen. Die reichliche Verwendung von Fluorid ist beim Kind ist kritisch zu prüfen, hier gilt: So viel wie nötig – aber so wenig wie möglich. Eine fluoridfreie Alternative, die gut reinigt, ist zum beispiel Weleda Sole-Zahncreme. Bei Kräuter-Zahnpastas sollte genau hingeschaut werden, ob die Zahnbeläge auch wirklich beseitigt sind.

Wie kann der Zahnarzt zur Zahngesundheit beitragen?
Regelmäßige Kontrolle und Vorbeugung sorgen für den Erhalt der Zähne. Durch kindgerechte Prophylaxe-Programme werden Zahnschäden und schmerzhafte Behandlungen schon im Vorfeld durch Zahnputztraining und Tipps zur Mundhygiene verhindert. Milchzähne können professionell gereinigt werden, Risse (Fissuren) an den Zähnen bekommen eine Versiegelung und bieten dadurch keine Angriffsfläche mehr für Kariesbakterien. Und das Wichtigste dabei ist, dass Kinder lernen, dass ein Zahnarztbesuch völlig ohne Schmerzen, Stress und Angst ablaufen kann – und vielleicht sogar Spaß macht.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter:
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