Mit Baby nachhaltiger und gesünder leben

Für frischgewordene Eltern ändert sich mit einem Mal das ganze Leben. Mit der neuen Aufgabe als Mutter oder Vater verändern sich automatisch Prioritäten. So wünschen sich viele als Familie nachhaltig und gesund zu leben. Diese Tipps helfen dir dabei, diesen Wunsch unkompliziert in deinen Alltag zu integrieren. 

Tipp 1: Sich auf das Wesentliche besinnen

Spielzeug, Möbel und Mode für Babys sind ein riesiger Markt. Neueltern (und auch erfahrene Eltern) überfordert dieses Angebot. Was brauche ich und was braucht mein Baby wirklich? – Diese Frage wird viel gestellt. Die einfache Antwort ist: Neugeborene brauchen nicht viel. Für sie ist es am wichtigsten, dass sie Geborgenheit durch eine zuverlässige und liebevolle Behandlung erleben. Ein Neugeborenes braucht nicht einmal ein eigenes Zimmer. In einem Familienbett, einem Beistellbett oder einem nahen Babybett im Elternschlafzimmer schlafen die meisten Babys gerade in der ersten Zeit besonders ruhig.

Es gibt praktische Gegenstände, die Eltern und Baby den Alltag erleichtern. Eine Wickelkommode ist sinnvoll, da sie Stauraum bietet und den Rücken der Eltern beim Wickeln entlastet. Hierfür lässt sich eine normale Kommode mit einem Aufsatz umfunktionieren. Mit einer Trage bleiben die Hände frei und trotzdem kann das kleine Baby nah am Körper sein. Gerade bei sehr angespannten Babys hilft Tragen im Alltag enorm und hemmt keineswegs die Atmung. Ein Stillkissen ermöglicht eine entspannte Haltung beim Stillen und eine sichere Lagerung des Babys. Ein Kinderwagen gehört wie eine Autoschale zu den praktischen Anschaffungen. Beim Spielzeug können sich Eltern zurücklehnen – weniger ist oft mehr. Lieber hochwertiges Spielzeug aus natürlichen Materialien kaufen, mit dem sich viel ausprobieren lässt.

Extra-Tipp: Viele Babys sind am liebsten immer mittendrin und möchten die Sachen von Mama und Papa haben. Ein Kochlöffel aus Holz oder ein silberner Löffel sind für viele Babys spannende Spielzeuge.

Tipp 2: Babykleidung aus Biobaumwolle

Adorable newborn baby girl sleeping peacefully, natural clothing and bedding

Bei der Kleidung fällt die Auswahl schwer. Alles sieht in den kleinen Größen niedlich aus. Dabei gibt es ein paar grundsätzliche Entscheidungshilfen:

    • natürliches Material wie Biobaumwolle bevorzugen
    • Wickelbody statt Schlupfbody bei kleinen Größen
    • weiche und keine starren Stoffe
    • bequeme Schnitte

Modehäuser wie C&A bieten in der Baby- und Kleinkindabteilung eine Vielzahl an hochwertiger und modischer Kleidung in Biobaumwolle an. Diese Kleidung absorbiert den Schweiß besonders gut und ist hautsympathisch. Gerade empfindliche Babyhaut sollte nicht direkt mit Kleidung aus Polyester in Kontakt kommen. Biobaumwolle wird nachhaltiger angebaut als konventionell produzierte Baumwolle und unterstützt dadurch einen Wandel hin zu bewussterem Konsum.

Der Body ist ein unverzichtbares Kleidungsstück des Babys. Mit ihm ist der kleine Mensch warm eingepackt und die Windel bekommt zusätzlichen Halt. Allerdings sind Babys gerade in den ersten Lebenswochen oft nicht begeistert, wenn ihnen ein Kleidungsstück über den Kopf gezogen wird. Diesen Stress umgehen die praktischen Wickelbodys. Meistens haben sie keine Bänder an den Seiten, sondern Druckknöpfe.

Die zarte Babyhaut ist empfindlich. Von daher sind bei Babymode sowohl die Stoffe als auch die Schnitte enorm wichtig. Ein Baby liegt viel in seiner Kleidung. Enge Schnitte und dicke Stoffe sind nicht bequem. So niedlich eine kleine Jeans aussieht –praktisch ist sie für das Baby nicht. Ideal sind weiche Jogginghosen oder Hosen mit einem weichen und hohen Bund. Kleidung sollte niemals die natürlichen Bewegungsabläufe des Babys und die motorische Entwicklung beschränken.

Extra-Tipp: Ein Baby braucht keine große Kollektion. Bodys sollten ausreichend vorhanden sein, denn in den ersten Wochen kann der Stuhlgang einer kleinen Explosion nahekommen. Das lässt aber mit zunehmendem Alter nach. Wer Kleidung für eine Woche in der Kommode hat, kommt hiermit gut hin.

Tipp 3: Beikost  selber machen Brei selber zu kochen, klingt aufwendig. Mit etwas Planung ist es das jedoch nicht, denn wenn du größere Mengen kochst und portionsweise einfrierst, verringert sich der Aufwand enorm. Die Vorteile von selbstgemachter Babynahrung liegen auf der Hand:

    • Du weißt genau, was enthalten ist

    • Du bestimmst die Qualität der Nahrung

    • Du kannst Stück für Stück zur Familienküche umstellen

Beim Babybrei ist es wie bei jeder Nahrung: Fertiggerichte sind auch in hoher Qualität weniger gehaltvoll als frisch zubereitetes Essen. Konservierungsstoffe und Zusätze belasten den Babymagen unnötig. Wer sein Baby an frisches und unverarbeitetes Essen heranführt, legt einen Grundstein für ein positives Verhältnis zu Nahrungsmitteln. Beim Beikoststart finden einige Babys das Lutschen an Essen spannend. Ein Stück geschälte Gurke, geschälte Birne oder Banane machen neugierig auf mehr Essen mit unterschiedlichem Geschmack. Mit diesem ersten „Fingerfood“ unterstützt du dein Kind ganz nebenbei in seiner motorischen Entwicklung, denn so leicht ist das gar nicht alles zielsicher zum Mund zu führen und dort zu halten.

Für Babys mit selbstgekochtem Brei ist die Umstellung zur Familienküche oftmals leichter. Viele Brei-Gerichte lassen sich – ohne Pürieren – gut in die Familienküche integrieren. So ist der Geschmack vertraut und das werdende Kleinkind kann sich ganz auf die Verarbeitung des Essens konzentrieren.

Extra-Tipp: Rezepte für Babys und Kleinkinder müssen keineswegs langweilig sein. Abwechslungsreiches Essen wie beispielsweise Avocado mit Hackbällchen gewöhnen dein Kind bereits an unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Umso mehr du unterschiedliches Essen zur Gewohnheit machst, desto offener wird dein Kind mit großer Wahrscheinlichkeit werden. Allerdings bestätigen hier Ausnahmen die Regel: Es gibt Babys und Kleinkinder, die sehr empfindlich sind und auf einen starken Geschmack mit Unwillen reagieren.

Tipp 4: Spielzeug – Weniger ist mehr

Mit einem Baby ziehen rasch nicht nur viele neue Gedanken ein, auch das Spielzeug entwickelt ein spannendes Eigenleben. Familie und Freunde bringen dem kleinen Menschen gerne bei jedem Besuch etwas mit und so wächst der Spielzeugberg oft schneller als das Baby. Nun braucht aber kein Baby mehr als eine Rassel und auch bei Kuscheltieren ist die Liebe der meisten Babys begrenzt. Häufig haben Babys Favoriten, die manchmal wechseln, aber oft stabil sind. Wer Teil einer geschenkfreudigen Familie ist, sollte als Eltern nicht noch selber Spielzeug kaufen. Stattdessen gilt es regelmäßig auszusortieren. Mehr als eine Box Spielzeug muss bei einem Baby nicht sein. Auch bei Büchern brauchen Babys keine Abwechslung. Sie freuen sich stattdessen sehr über die gleichen Bilder und lernen Sprache durch Wiederholung besser.

Extra-Tipp: Wenn es mit den Geschenken auf Dauer zu viel ist, ist es sinnvoll, diese Energie umzulenken. Ein selbstgekochtes Essen, ein selbstgebackener Kuchen oder eine frische Melone im Sommer sind ebenso tolle Mitbringsel und entlasten junge Familien.