Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft: Welche sind wirklich notwendig?

Gerade während der Schwangerschaft hat man einen erhöhten Nährstoff Mangel. Aus diesem Grund greifen einige Frauen zu Nahrungsergänzungsmitteln. So steigt während der Schwangerschaft natürlich auch der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen, kein Wunder, wenn man nicht mehr eine, sondern zwei Personen versorgen muss. Aber sind Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll oder kann eine ausgewogene Ernährung den Bedarf komplett decken?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung

Bei einer Sache sind sich Mediziner jedoch einig, in den meisten Fällen wird der Körper durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Ausgenommen davon sind aber Folsäure und Jod, hier wird eine zusätzliche Einnahme mit Beginn der Schwangerschaft wärmstens empfohlen. Grund dafür ist, dass gerade Jod und Folsäure besonders gut zur Entwicklung beitragen. Aber auch die Versorgung durch Omega 3, kann durch hochwertige Kapseln verbessert werden. Normalerweise kann der Körper dies aus Nahrungsmitteln wie Fisch und Schalentieren ziehen. Doch oftmals ist dies nicht ausreichend und es empfiehlt sich bei geringem Verzehr, die Kapseln als Ergänzung zu nehmen.

Körperliche und geistige Entwicklung

Es gilt also während der Schwangerschaft den Körper mit ausreichend Jod, Folsäure und Vitaminen zu versorgen, damit das Kind sich ungestört entwickeln kann und der eigene Körper fit und gesund bleibt. Aber auch Magnesium und Eisen in geringen Mengen und nach Absprache mit dem Arzt sind empfehlenswert. So sorgt eine gute Versorgung mit Jod von ca. 100 bis 150 µg, für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Denn Jod reguliert die Aktivitäten in der Schilddrüse, welche dafür sorgt, dass Energie- und Hormonstoffwechseln reibungslos funktionieren. Natürliche Quellen für Jod sind Seefisch und Nüsse.

Das Nervensystem

Eine Einnahme von 400 mg Folsäure kann dazu beitragen, den Zellwachstum des Embryos zu unterstützen und ist somit an der Bildung von Nervensystem und Wirbelsäule beteiligt. Wer lieber auf Nahrungsmittel zurückgreifen möchte, kann seinen Folsäure Haushalt mit Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Brokkoli und Zitrusfrüchten decken. Vitamine, die in der Schwangerschaft unterstützen, sind neben Vitamin B, dass vor allem im ersten Trimester gegen die Übelkeit helfen kann, auch Vitamin C, welches gerade bei hoher Belastung gegensteuern kann und besonders schnelle Abhilfe leistet. Wer aber ausreichend Lebensmittel wie zum Beispiel Bananen, Paprika oder Zitrusfrüchten zu sich nimmt, benötigt keines der Präparate.

Wenn dann im zweiten Trimester die Entwicklung des Gehirns immer weiter fortschreitet, ist eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren maßgeblich. Durch etwa 1,5 bis 6 pro Tag trägt Omega 3 nicht nur zu Entwicklung von Gehirn und Nervensystem bei, sondern besitzt ebenso eine entzündungshemmende Wirkung. Klar ist, jede Frau startet mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schwangerschaft und jeder Körper hat dabei andere Bedürfnisse, Präparate können neben einer ausgewogenen und passenden Ernährung helfen, jedoch sollte jede Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Arzt abgesprochen werden.