Schwanger oder nicht: Zeitpunkt und Anwendung eines Tests

Schwanger oder nicht: Zeitpunkt und Anwendung eines Tests

Spätestens bei Ausbleiben der Periode kommt in der Regel recht schnell der Gedanke auf, ob vielleicht eine Schwangerschaft besteht. Da man oftmals jedoch nicht bei jeder Unstimmigkeit sofort einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren möchte, bietet es sich an, sich zunächst mithilfe eines dementsprechenden Tests Klarheit zu verschaffen.

Ab welchem Zeitpunkt ist ein Test möglich?

Üblicherweise kann ein Test zur Schwangerschaftsüberprüfung bereits ab dem ersten Tag durchgeführt werden, nachdem die Menstruation ausgeblieben ist. Allerdings wird zumeist empfohlen, hiermit noch etwa zwei bis fünf Tage abzuwarten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ein zuverlässiges Ergebnis geliefert wird; eine korrekte Anwendung vorausgesetzt. Schnelltests sind zwar ebenfalls erhältlich, bringen jedoch auch eine höhere Fehlerquote mit sich.

Funktionsweise eines Tests

Im Laufe der Jahre ist der Schwangerschaftstest immer genauer geworden. Dabei beruhen sämtliche Tests auf demselben Prinzip: Sie sind darauf ausgerichtet, das im Urin befindliche Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin nachzuweisen. Das Besondere an diesem Hormon ist, dass es im Körper nur dann gebildet wird, wenn eine Schwangerschaft besteht; und zwar etwa ein oder auch zwei Tage, nachdem sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat. Bei einem Schwangerschaftstest sind üblicherweise zwei Sichtfenster vorhanden: Während das eine Fenster zu Kontrollzwecken vorhanden ist, um zu erkennen, ob der Test tatsächlich funktioniert, handelt es sich bei dem anderen Fenster um das sogenannte Ergebnisfenster. Je nachdem, von welchem Hersteller der Schwangerschaftstest stammt, erscheint ein Plus- beziehungsweise Minuszeichen oder eine beziehungsweise zwei gefärbte Linien. Mittlerweile existieren zusätzlich digitale Tests, bei denen ganz eindeutig die Wörter „schwanger“ oder „nicht schwanger“ abgelesen werden können.

Tipp: Wenn Unsicherheit besteht, ab welchem Zeitpunkt ein solcher Test Sinn macht, dann ist ein Schwangerschaftstest-Rechner, wie er beispielsweise online bei 24Schwanger zu finden ist, eine sehr gute Hilfe. Der Rechner ermittelt schnell und unkompliziert das geeignete Datum.

© AdobeStock, Manuel Findeis

Anwendung

Heutzutage sind die meisten Tests sehr unempfindlich, sodass sie in der Regel zu jeder beliebigen Tages- oder Nachtzeit durchgeführt werden können. Am sichersten ist gemeinhin jedoch der Morgenurin, da zu diesem Zeitpunkt das Schwangerschaftshormon konzentrierter vorhanden ist. Eine Testung am Morgen ist auch dann empfehlenswert, wenn man sich noch in einem sehr frühen Zeitpunkt einer etwaigen Schwangerschaft befindet.

Bei den meisten Tests bietet sich folgende Anwendung an: Nach Auspacken des Teststabs wird dieser für einige Sekunden direkt in den Urinstrahl gehalten. Alternativ kann der Urin aber auch in einem sauberen Becher aufgefangen werden, in dem man den Stab anschließend hinein hält. Bereits nach wenigen Minuten ist im Ergebnisfeld ablesbar, ob Nachwuchs unterwegs ist oder nicht.

Was beachten?

Damit es zu keiner Verfälschung des Schwangerschaftstests kommt, ist es wichtig, dass der Teststab direkt in den Urin gehalten wird. Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt, an dem man den Test durchführt: idealerweise am besten kurz nach der berechneten Periode sowie mithilfe des Morgenurins. Zudem gilt es zu beachten, dass ein Schwangerschaft nicht immer ein zu 100 Prozent sicheres Ergebnis anzeigt. Dementsprechend ist es durchaus möglich, dass trotz negativem Ergebnis eine Schwangerschaft besteht. Aufgrund dessen ist es immer besser, sich abzusichern und einen Termin beim Gynäkologen zu vereinbaren. Letzteres sollte aber auch bei einem positiven Ergebnis gemacht werden. Das Restrisiko von derartigen Tests wird im Allgemeinen mit einem Prozent angegeben.

Fazit

Schwangerschaftstests sind äußerst einfach durchzuführen und zeigen bei richtiger Anwendung sowie bei Durchführung ab dem geeigneten Zeitpunkt ein recht sicheres Ergebnis an. Da jedoch ein gewisses restliches Risiko nie ausgeschlossen werden kann, ist es bei bestehender Unsicherheit dennoch ratsam, eine etwaige Schwangerschaft vom Frauenarzt abklären zu lassen. Auf diese Weise kann eindeutig geklärt werden, ob man in freudiger Erwartung ist oder nicht.