Babys Ernährungsplan

beikost_A_B_C

Babys Ernährungsplan ist der älteste Artikel auf babytipps24.de und zeigt, wie sich die Fragen in meinen Kursen und der Google-Suchanfragen wandeln. Ich passe den Artikel gerne an die Bedürfnisse meiner Kursteilnehmer an und freue mich, dass auch viele online Leser/innen sich in den Fragen wieder finden. So gibt es inzwischen 14 Revisionen :) und zuletzt wurde der Artikel am 24.11.2017 aktualisier (Artikel vom 16.02.2010).
❤ Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und eine entspannte Beikostzeit ❤


A wie Anfangen
Es gibt viele Empfehlungen für den Beginn mit Beikost. Wichtig ist, dass dein Baby die sogenannten Reifezeichen zeigt und ihr es entspannt angeht. Stelle dir vor Beginn einfach die folgenden Fragen:

  • Dein Baby kann Spielzeug gezilet greifen, zum Mund Führen und wieder loslassen?
  • Dein Baby Kann sich vom Rücken auf den Bauch drehen?
  • Dein Baby ist älter als 5 Monate und ?

Bei 3-mal ja ist dein Baby sehr wahrscheinlich bereit für Beikost und es kann losgehen. Gut zu Wissen ist, dass dein Baby ab 5 Monate Beikost bekommen darf aber du mit dem ersten Beikost-Angebot bis zum 7. Monat warten kannst und es trotzdem gut mit allen Nährstoffen versorgt ist. Es ist übrigens auch ganz ohne Beikost noch mindestens bis zum 9. Monat bestens versorgt!


B wie Baby-led Weaning
Baby-led weaning ist gerade groß in Mode und da erlebe ich in meinen Kursen mitunter heiße Diskussionen, ob Brei altmodisch ist und ob das Babys nur noch alleine essen sollen. BLW – Baby-led weaning bedeutet wörtlich übersetzt „vom Baby gesteuerte Entwöhnung“. Statt Brei wird dem Baby von Anfang an das Essen der Erwachsenen angeboten. Das ist durchaus ein entspannter Weg durch die Beikost aber es Bedarf einiges Grundwissen über Ernährung und so ist die “Methode BLW” durchaus umstritten. Zu Beginn der Beikost ist eine Kombination aus „Fingerfood“ und Brei ganz wunderbar und einfach. Mit Fingerfood aus gedünstetes Gemüse, weiches Obst und erste Kekse kann dein Baby selber essen und selbst bestimmen, wie viel es essen mag. Langfristig gesehen wird den Baby essen was du isst J Es lohnt sich also auch schon jetzt zu schauen was du/ihr esst und was dein Baby schon bald davon mitessen kann.


B wie bio
Du möchtest nur das Beste für dein Baby und fragst dich ob dein Baby nur „bio“ Produkte essen darf. Es ist von Vorteil, wenn dein Baby überwiegend ‘bio“ Produkte bekommt aber kein Muss. Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte müssen nicht immer „Bio“ sein. Beim Fleisch möchte ich dir jedoch ans Herz legen „bio“ Fleisch zu kaufen oder als Alternative auf ein Gläschen Fleischzubereitung verschiedener Babykosthersteller zurückgreifen (das kann kurz vor dem Verzehr unter den Brei gemischt werden). Du hast sicher schon von einer Antibiotikaresistenz (das Antibiotikum wirkt nicht) gehört und dass das mit der Massentierhaltung zu tun hat. Leider kann es auch schon bei Babys vorkommen das ein Antibiotikum nicht wirkt und es wäre toll wenn alle „bio“ Fleisch kaufen würden um die Gefahr einer Antibiotikaresistenz zu minimieren.


B wie Besteck
Dein Baby möchte sein Essen anfassen, zerdrücken, ablutschen und manchmal auch hinunterwerfen. Das ist ganz normal und eine wichtige Erfahrung für dein Baby. Brei wird dein Baby nicht mit den Händen sondern mit einem Löffel bekommen und wahrscheinlich wirst du es füttern. Wundere dich nicht, wenn es den Löffel selber halten möchte. Dein Kind möchte selbstständig werden und du kannst ihm einen zweiten Löffel in die Hand geben auf dem du etwas Brei gibst. So kann dein Baby löffeln lernen und wird im Laufe der Zeit immer geschickter.


D wie Darm
Mit der Beikost ändert sich auch Babys Verdauung. Je nachdem was dein Baby isst, ändern sich Farbe, Geruch und Konsistenz des Stuhlgangs. Manche Babys sind sehr sensibel und reagieren mit Verstopfung oder Durchfall. Manches Gemüse und Obst wirkt eher festigend auf den Stuhl (Karotte, Kartoffel, Banane), manches eher auflockernd (Apfel (geschält), Birne, Zucchini). Es ist günstig neue Lebensmittel mit 2-3 Tagen Abstand neu zu probieren und Lebensmittel die dein Baby schon kennt regelmäßig abzuwechseln. Bekommt dein Baby schon über zwei bis drei Monate Beikost und verträgt es gut, kannst du das Einführen neuer Lebensmittel gern beschleunigen. Je älter das Kind, umso wichtiger wird die Vielfalt.


D wie Durchschlafen
Du möchtest endlich mal wieder durchschlafen und hoffst, dass ein sättigender Brei dein Baby „besser“ schlafen lässt? Nun leider muss ich dir sagen, dass Babys im ersten Jahr meist nicht durchschlafen und das erst mit Ausreifung bestimmter Reifeprozesse im Gehirn die Nächte ruhiger werden. Beikost lässt Babys nicht „besser“ schlafen. Wenn es so einfach wäre, müsste niemand über Schlafprogramme diskutieren J. Schlafen hat viel mehr mit der Entwicklung als mit der Ernährung zu tun.

E wie Entspannt
„Die beste Methode zum Beifüttern ist nicht bekannt“ – diesen Satz der American Academy of Pediatrics zitiert der Kinderarzt Herbert Renz-Polster in seinem Vorwort für das Buch „Einmal breifrei, bitte“ und plädiert dabei an Eltern sich mehr an Ihre Kinder als an Ernährungspläne zu orientieren.  Da schließe ich mich gerne an und möchte dir Mut machen sich von dem Gedanken des „Fütterns“ zu lösen und stattdessen deinem Baby geeignete Beikost anzubieten. Du wählst die Lebensmittel aus und dein Baby darf davon nehmen was es möchte und selber entscheiden, ob es essen mag oder nicht. Babys wissen sehr gut, was und wieviel sie brauchen und nicht vergessen „Beikost“ ist zu Beginn nur eine kleine Zugabe dein Baby ist mit Muttermilch/Anfangsmilch noch viele Monate bestens versorgt.


E wie Eisen
Du hast schon oft von „Eisenspeicher“ gehört und machst dir Sorgen, dass dein Baby ohne Beikost und ohne Fleisch einen Eisenmangel bekommt? Nun da kann ich dich beruhigen. Die meisten Studien sind erstens nicht eindeutig und wurden zweitens von Hipp und CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) finanziert, was nicht gerade für Neutralität spricht. Es gibt jedoch auch unabhängige Studien die ganz klar sagen, dass dein Baby auch ohne Beikost bis etwa zum 9. Monat gut mit Eisen versorgt ist und danach auch kleine Mengen Beikost ausreichen. Neben Fleisch liefert auch Hafer, Hirse  und Mandelmus eisen. Du musst dir um die Eisenversorgung beim Beikoststart wirklich keine Sorgen machen und es ganz entsapnnt angehen. (Bei Frühchen gilt das übrigens nicht, aber wenn du ein Frühchen hast weißt du das ja sicher schon und dein Baby bekommt ein entsprechendes Präparat).


E wie Eier
Eine Weile wurde empfohlen, dass Babys keine Eier bekommen sollen. Das ist längst überholt und dein Baby darf nach dem 6. Lebensmonat durchaus etwas probieren in dem mit Ei enthalten ist. Zum Schutz vor einer Salmonellen Erkrankung sollte Ei jedoch gut gegart werden.


E wie Ersetzen von Milch
Mit der Beikost wünschst du dir bestimmt auch, dass dein Baby schon bald eine komplette Mahlzeit zu sich nimmt und es mit Brei/Fingerfood satt wird. Wann das sein wird hängt ganz von deinem Baby ab und lässt sich zu Beginn der Beikost nicht planen. Dein Baby ist mit Muttermilch/Anfangsmilch bestens versorgt und so hat das Ersetzten einer Mahlzeit ganz und gar keine Eile. Falls dein Baby mit Brei und/oder fester Nahrung noch nicht so gut zurecht kommt du aber eine Stillmahlzeit ersetzten musst/möchtest dann ist eine Anfangsmilch eine stressfreie Option. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich gerne deine Fragen beantworte. Falls du unsicher bist wie das klappen soll kannst du mir auf babytipps24.de gerne schreiben.


F wie Frühgeborene

Bei Frühchen wird der Zeitpunkt für die erste Beikost nicht vom tatsächlichen Geburtstag, sondern vom berechneten Geburtstermin aus bestimmt. Wobei das Alter genau wie bei Reif geborenen Kinder weniger eine Rolle spielt als die Reifezeichen der Beikost wie du schon unter A wie Anfang gelesen hast. Frühchen bekommen meist schon vor der Beikost ein Eisenpräparat und benötigen darüber hinaus keine andere Beikost als andere Babys.


F wie Fingerfood
Immer wenn du etwas isst schaut dein Baby dich an und du hast das Gefühl, dass es auch etwas möchte?
Ja das stimmt J dein Baby schaut ganz genau zu und es möchte dich nachmachen. Babygerechtes Fingerfood eignet sich wunderbar um Lebensmittel kennen zu lernen und zu probieren. Essen in den Händen zu halten, es anzuschauen, abzulutschen und zu zerdrücken sind für dein Baby wichtige Erfahrungen und Unterstützt es in seiner Entwicklung. Was du deinem Baby als Fingerfood geben kannst erfährst du im Anhang in einer übersichtlichen Tabelle. Und bitte keine Angst vor Verschlucken, das ist halb so schlimm wie du unter V wie Verschlucken lesen kannst.


F wie Fleisch und Fisch
Du machst dir Sorgen, dass dein Baby alle Nährstoffe bekommt die es braucht und fragst dich ob es Fleisch und Fisch braucht? Da kann ich dich beruhigen. Wie ich schon unter E wie Eisen geschrieben habe, ist dein Baby auch ohne Fleisch und Fisch gut versorgt. Manche Babys mögen es jedoch gerne, wenn etwas Herzhaftes im Brei enthalten ist oder lutschen gerne an einem Stück Fleisch wie z.B. Putenbrust (ungesalzen). Wenn das so ist, darf es gerne Fleisch und Fisch essen.


G wie Gluten
Glutenfreie Ernährung ist gerade in aller Munde doch was ist das eigentlich? Gluten (Klebereiweiß) ist in Getreidesorten wie Weizen, Hafer und Dinkel enthalten und für Baby ab 6 Monate vollkommen unproblematisch. Ein Stück Brötchen oder Bananen-Cookie eignet sich prima um daran zu lutschen und darf durchaus Weizenmehl oder anderes Gluten haltiges Getreide enthalten. Das Rezept für den Bananen Cookie habe ich dir im Anhang aufgeschrieben, die sind gesund und ganz schnell gemacht :)


G wie Gewicht
Du machst dir vielleicht Sorgen, weil dein Baby gerade eine Phase hat in der es etwas weniger zunimmt und hast in deinem Umfeld vielleicht schon öfter den „Tipp“ bekommen deinem Sonnenschein doch nun endlich etwas „Richtiges“ zu geben? Nun ich kann dir sagen, dass die erste Beikost niemals so viele Kalorien hat wie Muttermilch/Anfangsmilch und auch zarte, schlanke Babys in der Regel sehr gesund sind. Solange dein Baby sich gut entwickelt ist alles bestens. Das gilt natürlich auch für Kleine „Wonnepropen“ die Entscheidung für Beikost sollte nicht vom Gewicht deines Kindes abhängen, sondern von der Reife zur Beikost wie du unter A wie Anfangen schon gelesen hast.


G wie Getränke
Dein Baby braucht erst zusätzliche Flüssigkeit, wenn 3 Milchmahlzeiten komplett ersetzt wurde. Solange dein Baby 3-mal täglich gut nasse Windeln hat ist alles in Ordnung. Gut geeignet ist frisches Leitungswasser, Mineralwasser mit der Aufschrift „natriumarm“ vorzugsweise mit wenig oder ohne Kohlensäure, Fürchtetee wie z.B. Hagebutte/Hibiskus und Fruchtschorle im Verhältnis 8:2 Wasser/Saft (80 ml Wasser/20 ml Saft). Woraus dein Baby trinken kann liest du unter T wie Trinklernbecher.


G wie Gläschen versus selbst gekocht
Ehrlich gesagt gibt es keinen klaren Sieger. Beides hat Vor-und Nachteile. Bei Gläschen lohnt es sich genau hinzusehen und Gläschen zu wählen die einfach zusammengesetzt sind und keinen Zucker/Salz enthalten und beim selber Kochen gilt es einfach mal zu probieren. Ich denke es überrascht dich nicht, dass du beides wunderbar miteinander kombinieren kannst. Wahrscheinlich machst du das bei deinem Essen auch so und greifst ab und zu mal zu Tiefkühlkost oder Konserven zurück.


H wie Hochstuhl
Wusstest du schon, dass Babys erst dann im Hochstuhl sitzen sollten, wenn sie frei sitzen können. Falls nicht weißt di es jetzt J. Frei sitzen kann dein Baby wahrscheinlich aber erst mit etwa 8-11 Monaten. Bis dahin kann es zu den Mahlzeiten bei dir auf dem Schoß sitzen. Dein Baby zu füttern, wenn es liegt ist übrigens keine gute Idee und ich bin mir sicher, dass du selber auch nicht im Liegen essen möchtest. Wusstest du, dass ein Hochstuhl mit der Möglichkeit die Füßchen abzustellen deinem Baby ein gutes Sicherheitsgefühl vermittelt und es so entspannt essen kann. Probiere mal auf einem Barhocker zu Essen ohne die Füße abzustellen J.


I wie Igitt
Lass dich nicht verwirren, wenn dein Baby bei den ersten Geschmacksproben das Gesicht verzieht, das heißt noch lange nicht „nicht schmecken“. Geschmack entwickelt sich erst langsam und erst nach mehrmaligem Probieren entscheiden die meisten Babys, ob ein Lebensmittel schmeckt oder nicht. Geschmack ist also Übungssache und du darfst deinem Baby immer wieder unterschiedliche Geschmäcker anbieten, auch wenn sie vorerst abgelehnt werden. Schließlich kommt es bei der Beikost ohnehin nicht auf die Menge an, sondern auf das entspannte kennenlernen der Nahrungsmittel.


K wie Kekse, Brot, Brötchen und Brezel
Auch Kekse sind erlaubt <3 ab etwa 6 Monate haben viele Babys großes Interesse an Fingerfood und Knabbereien. Gut geeignet sind Bananen-Cookies die du im Angang bei den Rezepten findest und zuckerfreie Produkte wie z.B. Alnatura Baby-Dinkel-Zwieback. Du wirst sehen, dass dein Baby auch schon bald großes Interesse an Brot/Brötchen hat und dir beim Frühstück genau zusiehst was du isst. Brotsorten aus fein gemahlenem Getreide wie z.B. Weizenmischbrot, Roggenmischbrot und Dinkelvollkornbrot sind für Babys mit etwas Übung in der Beikost prima geeignet. Als Belag kannst du zunächst etwas Butter draufmachen und später auch Leberwurst wie du unter W wie Wurst lesen kannst, zerdrücktes Obst, Obstmus, Frischkäse den du unter K wie Kuhmilch findest und Mandelmus wie unter M wie Mandelmus beschrieben. Ab und zu darf es auch ein Brötchen/Semmel sein wohingegen Brezel (Laugengebäck) für dein Baby ungeeignet ist, da zu salzig.


K wie Karotte
Karotte ist ein Klassiker – schmeckt süßlich, wird erfahrungsgemäß gut vertragen und liefern viel Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A). Karotte kannst du als Brei anbieten oder auch gedämpft als Fingerfood, wenn das dein Baby lieber mag. Es gibt jedoch eine Ausnahme, wenn dein Baby zu trockener, empfindlicher und geröteter Haut neigt, ersetzt du Karotte besser gegen Pastinake, da Karotte bestehende Hautprobleme verschlimmern könnte. VORSICHT bei roher Karotte/Möhre = Erstickungsgefahr!


K wie Kuhmilch
Sicher hast du schon mal gelesen oder gehört, dass Babys keine Kuhmilch im ersten Jahr bekommen dürfen und du wunderst dich sicher, dass Milchbrei mit Vollmilch zubereitet werden darf. Das liegt daran, dass länger gekochte Vollmilch in Kombination mit einem Getreide für Babys verträglich wird und Babynahrung im Grunde ja auch aus Kuhmilch besteht die „aufgearbeitet“ wurde. Milchbrei kannst du also aus Vollmilch aber auch aus Muttermilch/Anfangsmilch herstellen. Nach den aktuellen Leitlinien zur Allergievorbeugung dürfen Babys ab etwa 7 Monate etwa 200g verarbeitete Kuhmilch wie Milchbrei oder Naturjoghurt erhalten. Auch kleine Mengen Butter, Sahne, milden Käse, oder Quark verbreitet Gerichten/Gebäck sind erlaubt. Kuhmilch als Getränk oder Ersatz für Muttermilch belastet die unreifen Nieren.


M wie Mandelmus
Weißes Mandelmus ist ein guter Eisenlieferant und eignet sich prima, um das Essen für sehr zarte Babys mit Kalorien anzureichern. Weißes Mandelmus z.B. von Alnatura oder Rapunzel ist ein prima Ersatz für Fleisch und in vielen Rezepten enthalten die du kostenfrei auf babytipps24.de nachlesen kannst. Auch als Brotbelag ist Mandelmus prima geeignet.


O wie Öl
Du fragst dich vielleicht warum im Brei für Babys so viel Öl enthalten ist und ob das wirklich sein muss? Ja das Öl im Brei ist wichtig. Muttermilch/Anfangsmilch enthält auch sehr viel Fett und hochwertige Fettsäuren. Wenn dein Baby nach und nach weniger Milch zu sich nimmt und mehr Brei löffelt sollte der Brei eine gute Qualität und alle wichtigen Nährstoffe und die richtige Energiedichte haben, so dass dein Baby auch mit kleinen Portionen satt werden kann. Wenn du mal ein Gläschen verwendest solltest du auf je 100g einen Esslöffel Saft und 1 Teelöffel Öl zugeben, da alle Gläschen laut Stiftung Warentest zu wenig Öl und Vitamin C enthalten. Optimal ist für Babys Rapsöl z.b. Rapso. Welchen Saft du nehmen kannst liest du unter S wie Saft.


O wie Oma
Nein die Oma soll nicht gegessen werden J Aber auch dein Umfeld und oft insbesondere Großeltern möchten dir Tipps zur Beikost geben. Sicher hat dir schon jemand gesagt „Wir haben das alles ganz anders gemacht“. Eine Schwierigkeit, mit der viele Eltern kämpfen – die Zeiten ändern sich und damit auch die Erkenntnisse über die Beikost. In meinem Artikel auf babytipps24.de zum Thema „Beikost im Wandel der Zeit“ kannst du nachlesen, dass sich allein in den letzten 10 Jahren in den Empfehlungen zur Beikost Grundlegendes geändert hat, 2005 waren zum Beispiel noch Eier, Nüsse, Fisch und Milch im ersten Lebensjahr vollkommen tabu und heute erlaubt (die Nüsse natürlich nur fein gemahlen). Aus vielen Gesprächen mit Großeltern kann ich dir sagen, dass auch sie das Beste für dein Baby, ihr Enkelkind möchten. Wie wäre es, wenn du Ihnen das Beikost ABC ausdruckst und zu lesen gibst, vielleicht hilft das.


O wie Obst und Obstmus
Obstmus ist gesund? Nein leider nicht. Obstmus ist lecker und ein Nachtisch. Gekochtes Obst besteht überwiegend aus Zucker und die gesunden Inhaltstoffe des Obstes gehen verloren. Das gilt übrigens auch für „Quetschies“ und Obstgläschen. Das ist beides eine Süßigkeit und enthält oft mehr Zucker als Schokolade und das obwohl gar kein Zucker bei den Zutaten auftaucht.


P wie Plan
Du jetzt schon einiges über Beikost gelesen oder gehört und fragst dich wie das in der Praxis aussehen könnte und hättest gerne einen Plan? Sicher hast du schon danach gegoogelt und bist über viele Beikostpläne gestolpert und wahrscheinlich bist du ganz verwirrt. Das kann ich gut verstehen. Aller Anfang scheint zunächst schwer aber, wenn du es Schritt für Schritt angehst, wirst du überrascht sein wie einfach es sein kann. Gerne zeige ich dir meinen Plan von dem viele Eltern in meinen Kursen begeistert sind.


R wie Rezepte
Essen für Babys zu kochen ist wirklich ganz leicht. Auf fuerbabyskochen.de findet du viele Rezepte für Brei, Fingerfood und Familienessen. Ich bin mir sicher, dass du schon bei den ersten Rezepten überrascht sein wirst wie einfach es ist etwas für dein Baby zu kochen.


S wie Saft
Du hast bestimmt schon gelesen, dass Babys keinen Saft trinken sollten, weil das schlecht für die Zähne ist und fragst dich jetzt warum im Gemüse-Kartoffel-Brei Saft zugegeben werden soll? Der Saft im Brei ist wichtig um ihn mit Vitamin C anzureichern. Vitamin C im Brei ist wichtig, damit Eisen welches im Gemüse, Getreide enthalten ist auch vom Körper aufgenommen werden kann. Wenn du mal ein Gläschen verwendest solltest du auf je 100g einen Esslöffel Saft und 1 Teelöffel Öl zugeben da Gläschen oft zu wenig davon enthalten. Ein angeblich spezieller „Babysaft“ ist übrigens nicht notwendig, du kannst jeden Apfelsaft oder Orangensaft (100% Saft) nehmen. Welches Öl du nehmen kannst findest du unter O wie Öl.


S wie Beikost Streik
Du bist verzweifelt, weil der Beikost Start unkompliziert war und dein Baby eines Tages einfach nichts mehr essen mag? Nun das ist ganz normal. Es kommt oft vor, dass Baby plötzlich Beikost ablehnen und lieber nur Muttermilch/Anfangsmilch möchten. Mache dir deswegen keine Sorgen das ist ganz normal und dein Baby ist trotzdem gut Versorgt. Vielleicht sind die ersten Zähnchen die Ursache oder es ist Mitten in einem Wachstumsschub. Sobald das überstanden ist wird es sich auch wieder für Beikost interessieren.


T wie Trinklernbecher
Bei G wie Getränke hast du schon gelesen, dass dein Baby zu Beginn der Beikost noch nicht sehr viel zusätzliche Flüssigkeit braucht aber du stellst dir bestimmt die Frage woraus dein Baby trinken kann. Trinklernbecher und Flaschen gibt es wie Sand an Meer. Alle haben Vor-und Nachteile und soweit ich das in im Laufe der Zeit gesehen haben gibt es kein Trinklerngefäß der Superlative. Du kannst hier nichts falsch machen und einfach mal ausprobieren. Dein Baby kann von Anfang an aus einem Becher oder geeignetem Gals trinken und braucht eigentlich keinen extra Trinklernbecher aber Unterwegs kann so ein Trinklernbecher oder Strohhalmbecher sehr praktisch sein. TIPP: Ein kleines volles Glas mit Wasser ist zu Beginn ideal. Ist zu wenig im Glas, so muss dein Baby das Glas zu stark kippen und spürt das Wasser nicht sofort an den Lippen.


U wie Unverträglichkeiten
Allergien und Unverträglichkeiten gegen alles Mögliche sind ein regelrechtes Angstthema und wenn man so in den sozialen Netzwerken stöbert ein Albtraum vieler Eltern. Ich kann dich jedoch beruhigen. Unverträglichkeiten kommen sehr selten vor und dein Baby kann durch Beikost keine Allergie bekommen. Natürlich gibt es Kinder und manchmal auch Babys die an einer Allergie leiden aber sie haben diese nicht durch Beikost bekommen, sondern sie ist durch Beikost nur aufgefallen. Sollte dein Baby aber mit Bauchweh, Durchfall oder mit richtig übelriechendem Stuhl reagieren, dann suche auf alle Fälle einen Arzt auf, um eventuelle Unverträglichkeiten abklären zu lassen.


V wie Verbote
Einige Lebensmittel sind für dein Baby im ersten Lebensjahr tabu, dazu gehören:
Honig/Ahornsirup, Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Quark, Nüsse, kleine runde und harte Lebensmittel, rohes und weich gekochtes Ei, roher Fisch, rohes Fleisch, Aubergine, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Aromastoffe, sehr scharfes, Koffein/Teein, Alkoholhaltiges, Salziges, Salz im Brei/Familienessen, Süßstoff, Süßigkeiten und Zucker/Zuckerzusätze. Wenn du wissen möchtest warum das so ist, kannst du mir gerne schreiben dann erkläre ich dir das gerne näher.


V wie Verschlucken
Dein Baby hat sich wahrscheinlich schon mal an Brust/Flasche verschluckt und es ist nichts Schlimmes passiert. Du wirst sehen, dass dein Baby sich auch beim Brei und Fingerfood etwas verschlucken wird. Sei unbesorgt dein Baby wird das meistern und die verschluckte Nahrung wieder aushusten. Es darf natürlich niemals ohne Aufsicht essen und nichts bekommen, dass klein und rund ist wie z.B. Nüsse, Oliven, Trauben, Kirchtomaten etc. und für den Fall der Fälle hast du im erste Hilfe Kurs gelernt was zu tun ist J falls nicht bitte schnell anmelden.


V wie Vor oder nach dem Stillen/Flasche
Hunger ist der beste Koch. Ja das stimmt aber zu Beginn der Beikost wird dein hungriges Baby nur wenig Interesse an Beikost haben und ungeduldig auf seine Milch warten.  Da dein Kind ohnehin schon bald mit dir/euch zusammen essen soll spricht nichts dagegen immer dann etwas Beikost anzubieten, wenn auch die anderen Familienmitglieder Ihre Mahlzeiten einnehmen. Ansonsten gilt, dass dein Baby zu Beginn der Beikost gut gelaunt, ausgeschlafen und halb satt sein sollte um sich genussvoll der Beikost zu widmen. Nach und nach kannst du dann auch abwarten bis dein Baby hungrig ist, damit es Appetit hat.


V wie Vegan
Sorry ;( zu veganer Ernährung fehlt mir das Fachwissen, da musst du dich woanders informieren.


W wie Wurst
Wurst ist für Babys die schon eine Weile Beikost bekommen erlaubt. Es ist jedoch manchmal gar nicht so leicht eine Wurst zu finden die wenig Salz enthält und auf Zusatzstoffe verzichtet. Wie du ja schon unter E wie Eisen gelesen hast ist Fleisch nicht nötig und das gilt natürlich auch für Wurst. Wenn du deinem Baby jedoch etwas Wurst geben möchtest dann ist Leberwurst ein Klassiker den viele Babys gerne mögen. Eine „bio“ Leberwurst enthält weniger ungesundes als andere und ist oft auch im Supermarkt erhältlich.


W wie Wieviel?
Du sorgst dich vielleicht ob dein Baby zu wenig oder zu viel isst? Tief in uns sitzt die Angst, das Kind vielleicht schlecht zu versorgen und damit etwaige gesundheitliche Folgen hervorzurufen aber auch die Sorge, dass dein Baby zu dick werden könnte. Gerade am Anfang der Beikost ist es sehr schwer zu erkennen, hat der Brei jetzt schon satt gemacht oder ist danach noch Stillen/Flasche angesagt. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach und heißt Ausprobieren, J Wenn dein Baby mit seiner Mahlzeit satt geworden ist, wird es danach keine Milch mehr trinken wollen. Naja, vielleicht doch – als Nachspeise oder Durst löschen aber es wird satt werden und auch nicht zu dick. Denn auch wenn dein Baby ein kleiner „Vielfraß“ ist musst du dir auch keine Sorgen machen. Solange dein Baby gesunde und altersgerechte Kost erhält, sollte es sich satt essen dürfen. Vertraue deinem Baby und es wird von selber genug und nicht zu viel essen. Bitte vergiss nicht: auch Babys haben mal mehr, mal weniger Hunger!


Z wie Ziel
Das Ziel der Beikost ist in den ersten Monaten das kennenlernen und ausprobieren von Essen. Erst nach und nach wird Beikost Muttermilch/Anfangsmilch ersetzten und irgendwann ganz ablösen. Irgendwann wird dein Kind das essen was du/ihr esst und es wird nicht mehr gestillt werden bzw. eine Flasche bekommen. Wenn du wissen möchtest wann sein wird, muss ich leider passen. Das kommt ganz auf dein Baby und deine persönliche Situation an. Es gibt Babys die bereits ab einem Jahr ganz auf Brust/Flasche verzichten und andere erst mit 3 Jahren und später. Beides ist ganz normal und vollkommen in Ordnung.