Trotz Endometriose schwanger werden

Die Endometriose zählt zu den besonders häufigen Ursachen, die einer gewünschten Schwangerschaft im Wege stehen. Trotz der weiten Verbreitung der chronischen Entzündungen hält sich die Erkenntnis über sie seitens der Gesellschaft noch immer stark in Grenzen. Doch steht die Endometriose dem Kinderwunsch wirklich unvereinbar gegenüber? Wir nehmen in diesem Artikel die wichtigsten Aspekte des Themas unter die Lupe.

Was ist Endometriose überhaupt?


Um die weiteren Fragen beantworten zu können, muss zunächst der Frage nachgegangen werden, was sich hinter der Endometriose verbirgt. Bei den betroffenen Frauen bilden sich Zysten und Entzündungen, die sich etwa an Eierstöcken, Darm oder Bauchfell ansiedeln.

Sie fangen dabei mit dem monatlichen Zyklus an zu bluten und wachsen zur gleichen Zeit wie die Gebärmutterschleimhaut an. Bei besonders schweren Ausprägungen können sich die per se gutartigen Zysten und Entzündungen auch in andere Bereiche des Körpers ausbreiten und dort für gesundheitliche Probleme sorgen.

Obwohl das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle spielt, leidet ein großer Anteil von Frauen unter dieser Erkrankung. Meist vergehen jedoch viele Jahre, bis aus den ersten aufgetretenen Symptomen Rückschlüsse auf die wahre Ursache gezogen werden können. Besonders häufig ist starker Menstruationsschmerz ein Anzeichen für die Erkrankung.

Sehr wichtig für einen zielführenden Umgang mit der Erkrankung ist der Überblick über die Symptome und das eigene Verhalten. Eine Therapie der Erkrankung ist in jedem Falle individuell und muss Rücksicht auf die besonderen Voraussetzungen nehmen. Die Endometriose App hilft dabei, den Überblick über alle Faktoren zu behalten. Wie es um den eigenen Einfluss auf den Zusammenhang von Endometriose und Schwangerschaft bestellt ist, wird auf dieser Seite deutlich.

Endometriose und Schwangerschaft


Auch Frauen, die unter Endometriose leiden, können eine Schwangerschaft frei von Komplikationen erleben. Doch durch die besonderen Voraussetzungen besteht ein deutlich höheres Risiko, etwa für Eileiterschwangerschaften. Diese treten bei Frauen mit Endometriose rund drei Mal so häufig auf. Auch das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden, ist mehr als doppelt so hoch.

Außerdem muss die medizinische Beratung während der Geburt besondere Rücksicht auf die Erkrankung nehmen. Dies liegt vor allem an der geringeren Dehnfähigkeit des Gewebes. Liegen die Herde der Endometriose im Bereich zwischen Gebärmutter und Scheide, so sollte mit Rücksicht auf die besonderen Voraussetzungen ein Kaiserschnitt erwogen werden. Auf diese Weise lässt sich das Risiko weiterer Komplikationen deutlich reduzieren, um dem Kinderwunsch gerecht werden zu können.

Die Operation als Lösung

Auch operative Methoden zur Förderung der Fruchtbarkeit bei Frauen mit Endometriose haben in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit erfahren. Hierbei handelt es sich um einen Weg, um das veränderte Gewebe stückweise zu entfernen. Da die Verwachsungen jedoch höchst unterschiedlich aufgebaut sein können, gibt es auch im Falle der Operation keine Garantie für den Erfolg der Behandlung.

Grundsätzlich jedoch gilt, dass Frauen trotz Endometriose an ihrem Kinderwunsch festhalten und das Wunder der Geburt erleben können. Sind die gesundheitlichen Probleme bereits bekannt, so ist es jedoch besonders wichtig, Rücksicht auf die veränderte Ausgangslage zu nehmen. Auf diese Art und Weise ist es möglich, gemeinsam mit dem behandelnden Arzt zu einer geeigneten Lösung zu finden.

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