Wasser als Getränk?

Oft werde ich gefragt, ob Leitungswasser/Trinkwasser für Babys und Kleinkinder als Getränk geeignet ist. Die Antwort ist ganz klar JA. Leitungswasser/Trinkwasser ist eines der besten Getränke überhaupt und auch für Babys bestens geeignet.

Darauf sollten Sie achten?

  • Lassen Sie das Standwasser immer ablaufen und verwenden Sie nur das frische (kühlere) Wasser.
    Wenn Wasser über vier Stunden oder länger (beispielsweise über Nacht) in der Hausleitung gestanden hat, kann es Inhaltsstoffe der Leitungsrohre, die für Babys schädlich sein können, aufnehmen. Eventuell können sich auch Bakterien aus wenig genutzten Rohren des Leitungsnetzes vermehren und ins Standwasser gelangen.
  • Muss das Leitungswasser abgekocht werden?
    Darüber streiten sich die “Experten”. Offizielle muss “frisches” Leitungswasser nicht abgekocht werden, aber es schadet auch nicht.
  • Mineralwasser
    Auch viele Sorten Mineralwasser eignen sich prima als Getränk für Babys. Es empfiehlt sich eine natriumarme Sorte ohne oder wenig Kohlensäure zu wählen.

Ein Wassertest bringt Klarheit!
Ein Wassertest ist eine gute Investition.  Die Firma Ivario aus Hamburg bietet u.a einen qualifizierten und speziellen Wassertest an der auf die für Babys und Kleinkinder gefährlichen Schadstoffe, das Wasser auf Blei, Kupfer, Nickel, Nitrit, Nitrat, Natrium und Sulfat hin testet. Die eingeschickte Probe wird im akkreditierten Trinkwasserlabor untersucht und man hat Klarheit, da man eine persönliche Testauswertung der eigenen Küche erhält und dann gezielt schauen kann ob die Armatur oder Zuleitung das Problem ist. Bei Mietern kann dann sogar der Vermieter in Anspruch genommen werden, da dieser für eine schadtstofffreie Zuleitung sorgen muss. Die Kosten von insgesamt 59, 90 Euro sind somit gut anlegt. Ich habe für alle Leser von babytipps24.de einen Rabatt über 10 Euro ausgehandelt (Gutscheincode: wasser10 )

Wann ist Trinkwasser nicht geeignet?

  • Wasser dessen Nitratgehalt  50 mg/l übersteigt, sollten Babys und Kleinkinder NICHT trinken. Die Nitratmengen im Trinkwasser variieren regional stark. Informieren Sie sich daher unbedingt bei Ihrem Wasserwerk über den Nitratgehalt an Ihrem Wohnort.
    (Hinweis für meine Kursteilnehmer, das Wasser in Eschweiler ist geeignet).
  • Problematisch kann Trinkwasser aus Hausbrunnen sein.
    Hier kommt es vor, dass das Nitrat oberhalb des Grenzwertes für Trinkwasser liegt. Trinkwasser von Hausbrunnen sollte deshalb nur nach Prüfung der Wasserqualität verwendet werden.
  • Wasser, das durch Bleileitungen geleitet wurde, darf grundsätzlich nicht für die Ernährung von Säuglingen verwendet werden.
  • Kupferleitungen kann in Regionen mit Trinkwasser, dass einen niedrigen pH-Wert hat, problematisch sein. Es kann sich dann Kupfer aus den Wasserleitungen lösen. Kupfer (Cu) ist ein Spurenelement, dass bei einer Überdosierung zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Besonderes viel Kupfer im Trinkwasser findet sich, wenn Wasserrohre aus Kupfer jünger sind als 2 Jahre z.B. bei Neubauten. Den ph-Wert des Wassers können Sie mit einem einfachen Streifentest aus der Apotheke bestimmen.
  • Verzichten Sie auf Wasserfilter.
    Manche von ihnen verringern nur den Kalkgehalt im Wasser, andere sollen Bakterien, Pestizide, Geruchs- und Geschmacksstoffe entfernen. Nachteil aller Filter ist, dass sich in ihnen Keime relativ schnell vermehren können und je nach Marke auch Schadstoffe ans Wasser abgeben.

Letzte Aktualisierung am 11.03.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API